Der umstrittene Video Assistant Referee (VAR) sorgt erneut für heftige Diskussionen in der Fußball-Bundesliga. Nach der Partie zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund (1:2) am vergangenen Wochenende meldete sich nun auch Kult-Trainer Peter Neururer mit deutlichen Aussagen zu Wort.
Besonders die alles überschattende Szene in der Nachspielzeit brachte den 70-Jährigen mächtig auf die Palme. Nach einem klaren Handspiel von BVB-Verteidiger Yan Couto blieb dem 1. FC Köln ein fälliger Elfmeterpfiff verwehrt.
Der Effzeh hätte so in der Nachspielzeit auf 2:2 stellen und einen immens wichtigen Punkt im Abstiegskampf einfahren können. Doch es passiert auch nach Ansicht des Videomaterials im berühmten Kölner Keller nichts, folglich blieb auch die Pfeife von Schiedsrichter Daniel Siebert stumm.
Für den ehemaligen Kölner Cheftrainer Peter Neururer stand direkt fest: Der VAR hätte eingreifen müssen! Dass die Situation ungeahndet blieb, war für den Kult-Coach ein ebenso klarer wie bitterer Fehler.
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Im Interview bei "wettfreunde.net" polterte Neururer: "Es war wieder einmal ein unglaublich aufregender Spieltag, geprägt von eigenartigen Entscheidungen. Jetzt wollen wir aber nicht wieder die alte Mühle lostreten, VAR ja oder nein, und wie und warum. Aber das, was wir jetzt am Wochenende gesehen haben, das ist schon fast skandalös."
Neururer sauer: "Das kann man nicht übersehen"
Zwar habe der ausgebliebene Handelfmeter-Pfiff gegen Yan Couto keine Auswirkungen mehr auf das ohnehin vorentschiedene Meisterrennen zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund. Im Abstiegskampf wirkt sich die Entscheidung dafür umso dramatischer für den 1. FC Köln aus, die mit einem Zähler mehr gleich zwei Tabellenplätze höher stehen würden.
"Im Stadion, diejenigen die kurvennah saßen, haben es gesehen. Diejenigen, die auf dem Platz waren, haben es gesehen. Der Schiedsrichter konnte es möglicherweise nicht sehen, egal welche Perspektive er auch immer hatte, aber es gibt seit einiger Zeit ja diesen VAR", so der langjährige Bundesliga-Trainer.
Das Unverständnis bei Neururer war daher umso größer, dass nichts geschah: "Was haben diese Herrschaften da in Köln gemacht? Sind die eingeschlafen? Oder waren die schon mal raus, vielleicht ein Bier holen oder ähnliches? Oder haben die schon den Spieltag gefeiert? Ich weiß es nicht."
Für Neururer steht fest: Die Szene hätte zumindest überprüft werden müssen: "Das kann man nicht übersehen. Das muss man sich angucken. Man muss man sich angucken und dann muss der Schiedsrichter da nochmal draufgucken, denn das war ein klares Handspiel."
Der TV-Experte betonte den "massiven Eingriff in den Abstiegskampf", sehr zuungunsten der Domstädter. Der 1. FC Köln ist mittlerweile punktgleich mit dem Tabellen-16. FC St. Pauli.





























