Jonas Vingegaard und der Klassiker Paris-Nizza werden womöglich doch noch Freunde. Der Däne hat nach seinem Sieg auf der vierten Etappe die Führung im Gesamtklassement übernommen - womöglich auch dank seiner Kleiderwahl.
Radsport-Star Jonas Vingegaard hat am Mittwoch auf den 195 Kilometern von Bourges nach Uchon in Zentralfrankreich dem Dauerregen und den niedrigen Temperaturen getrotzt. "Ein verrückter Tag", fasste der Däne hinterher zusammen.
Fast alle Fahrer griffen gegen die Kälte zu Regenjacken, Handschuhe und langen Trägerhosen. Vingegaard trug seine Trägerhose gar über dem Trikot. "Ich glaube, viele Fahrer haben heute gefroren. Ich persönlich habe nicht gefroren, weil ich sehr viele Klamotten anhatte - vielleicht auch der Grund, warum ich sie nicht ausziehen konnte", so Vingegaard mit einem Lächeln.
Ohnehin sei das Tempo vom Start weg extrem hoch gewesen. "Ich hatte noch nicht einmal Zeit, Kleidung abzulegen. Ihr könnt mich Trendsetter nennen", lachte er.
Der 29-Jährige hatte es zu Beginn der Fernfahrt nach Nizza zunächst eher gemächlich angehen lassen, kam auf den ersten Etappen nicht über die Plätze 54 und 79 hinaus. Beim Zeitfahren am dritten Tag wurde er dann Vierter, nach seinem Etappensieg hat er nun 52 Sekunden Vorsprung auf den Kolumbianer Daniel Felipe Martinez. Der deutsche Profi Georg Steinhauser folgt mit einem Abstand von 3:20 Minuten.
Radsport-Star Vingegard nach Auftakt noch kritisch
Vingegaard, der beim Klassiker sein Saisondebüt gibt, hatte nach der ersten Etappe noch harsche Kritik am Zustand und Verlauf der Strecke geübt. "Ich denke nicht, dass die Route wirklich gut war. Meiner Meinung nach war sie nicht einer WorldTour-Etappe würdig. Schlechte Straßen, ständig ging es nach links oder rechts, Schlaglöcher", moserte der Däne bei "TV2" und "Feldet": "Ich hoffe, dass nicht alle Tage so sein werden, weil dann wäre es schrecklich."
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Dass man die abschließende Abfahrt insgesamt dreimal fahren musste, stieß ebenfalls nicht auf Gegenliebe: "Das war nicht gut genug für ein WorldTour-Rennen."
Vingegaard, auch beschützt von seinen Teamkollegen, konnte sich aus allen gefährlichen Situationen heraushalten und im Peloton über die Ziellinie fahren. Nun will er erstmals bei Paris-Nizza gewinnen.






