Mit großen Ambitionen und Design-Guru Adrian Newey auf der Teamchef-Position gestartet, ist Aston Martin zum Auftakt der Formel-1-Saison 2026 die Lachnummer der Motorsport-Königsklasse. Entsprechend groß ist der Spott. Die italienische Presse zerlegt den Star-Aerodynamiker und den britischen Rennstall gnadenlos.
Dass Aston Martin beim Australien-GP in Melbourne eine Nullnummer einfahren würde, stand schon vor dem Saisonstart der Formel 1 fest.
Weil die Vibrationen des Honda-Motors die Batterie schädigen und sogar zu Taubheitsgefühlen in der Fingern der Fahrer führen, hatte das Team angekündigt, die grünen Boliden aus Sicherheitsgründen schon vor Erreichen der Zielflagge in die Garage zu beordern.
So kam es: Fernando Alonso stellte den AMR26 nach 14 Runden ab, Lance Stroll fuhr immerhin 38 Runden. Für den von Milliardär Lawrence Stroll mit zig Millionen aufgerüsteten Rennstall ein Debakel, genauso wie für Motorenpartner Honda.
Und auch Teamchef Adrian Newey steht nun ganz schlecht da. Statt Aston Martin mit seinem Genialität wie erhofft zu einem Spitzenteam zu machen, muss der Brite mit seinen Mannen erst einmal den Anschluss ans Mittelfeld herstellen. Unter den neuen Regeln keine einfache Aufgabe.
"Das F1-Genie könnte das Relaunch-Projekt von Aston Martin vermasselt haben", nahm die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" Newey in Haftung für die missliche Lage. Der habe die Schuld an dem Fiasko zwar dem japanischen Motorenpartner Honda und dessen mangelhafter Power Unit zugeschrieben. "Aber manchmal ist der Versuch ein Loch zu stopfen, schlimmer als das Loch selbst."
Formel 1: Honda nur noch "eine Erinnerung"
Haben sich Newey und Aston Martin mit ihrem Wechsel von Mercedes zum exklusiven Partner Honda ein Loch gegraben, aus dem sie nicht mehr herauskommen?
Auch die Japaner bekamen vom "Corriere" ihr Fett weg. "Da sind wir wieder. Als der japanische Motorenhersteller 2015 mit McLaren zurückkehrte, war das ein kompletter Fehlschlag", erinnerte das Blatt an die desaströse Wiederauflage der einst legendär-erfolgreichen Partnerschaft McLaren-Honda Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre.
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Auch damals war Fernando Alonso im Cockpit der Leidtragende, der Spanier verhöhnte das Aggregat Hondas gar als "GP2-Motor".
"Jetzt, mit Aston Martin, scheint sich dieses Desaster zu wiederholen: Der Honda, der in den 1980er- und 1990er-Jahren den siegreichen Williams, Lotus und McLaren antrieb, ist heute nur noch eine Erinnerung", fasste der "Corriere della Sera" zusammen.


