Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Luca Toni warnt den FC Bayern vor dem Auswärtsauftritt bei Atalanta Bergamo am Dienstag (21:00 Uhr) im Achtelfinale der Champions League.
"Die Bayern haben es in der Hand – wenn sie einen guten Tag haben, sind sie für mich Favorit. Sie haben großartige Spieler. Aber sie dürfen ihren Gegner nicht unterschätzen", sagte der 48-Jährige der "tz". "Die Atalanta-Spieler sind sehr selbstbewusst und sehr stolz, dass sie so weit gekommen sind. Das ist ja schon eine Überraschung. Deswegen freuen sie sich jetzt umso mehr auf das Spiel gegen Bayern. Es ist das Spiel ihres Lebens. Und wenn die Bayern die Partie etwas auf die zu leichte Schulter nehmen, kann Atalanta vielleicht was draus machen und ihnen ein bisschen weh tun."
Die Italiener hätten "gute Spieler" und spielten unter Trainer Raffaele Palladino "einen starken Fußball", lobte der Ex-Profi. Der 41-jährige Fußballlehrer, erst seit November im Amt, habe "die Mentalität in der Mannschaft zum Positiven verändert", so Toni.
Zum Trumpf für Atalanta könnte zudem die hitzige Atmosphäre in der heimischen New Balance Arena werden.
Die Fans in Bergamo seien "sehr nah dran an den Spielern", schilderte Toni, der während seiner aktiven Karriere in 89 Pflichtspielen für den FC Bayern 58 Treffer erzielt hatte. "Die Atmosphäre dort ist heiß, es ist ein Hexenkessel, aber daran sind die Bayern-Spieler ja gewöhnt."
FC Bayern: Schlechter Platz? BVB-"Ausrede" belustigt Toni
Die beiden Duelle mit dem deutschen Rekordmeister um den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse erspielte sich Atalanta in den Playoff-Begegnungen gegen den BVB.
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Nach einem 0:2 in Dortmund ebnete ein fulminantes 4:1 im Rückspiel vor heimischer Kulisse den Weg in die Runde der letzten 16. Die Schwarz-Gelben klagten danach über die schlechten Platzverhältnisse in Bergamo - für Toni nur ein Alibi.
"Also die Schuld auf den Platz zu schieben - das war doch eine Ausrede, ein Versuch der Dortmunder, eine Entschuldigung für die Niederlage zu finden", ätzte der italienische Weltmeister von 2006. "Wenn ein Fußballplatz schlecht ist, dann ist er es für beide Mannschaften, nicht nur für die eine. Es spielen ja alle auf demselben Feld. Also das lasse ich nicht gelten."



























