Bereits seit Mai 2025 steht fest, dass sich Julian Köster nach dann fünf erfolgreichen Jahren beim VfL Gummersbach im kommenden Sommer dem THW Kiel anschließen wird. Ein Wechsel, der mit Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga zumindest mal mit einem Fragezeichen versehen werden kann. Ist der Abgang aus dem Rheinland möglicherweise gar ein Fehler?
Denn zurzeit ist der VfL Gummersbach mit einem Spiel weniger nur einen Punkt hinter dem THW Kiel auf dem sechsten Platz der HBL zu finden. Die Chance, dass die Zebras in der neuen Saison in der Champions League spielen, ist nach zwei Pleiten des Handball-Rekordmeisters in Folge nahezu dahin. Der VfL und THW werden sich um einen Startplatz in der European League streiten müssen.
Für Julian Köster, dessen Wechsel zur Saison 2026/27 nun seit fast einem Jahr feststeht, sicherlich eine herbe Enttäuschung. Ex-Bundestrainer Heiner Brand hat leise Zweifel, dass der gebürtige Bielefelder mit seiner Wechsel-Entscheidung richtig lag. "Ob das dann mit der neuen Mannschaft alles funktioniert, kann ich nicht beurteilen", sagte Brand bei "handball-world".
Handball: Köster-Verbleib hätte Brand "gefreut"
Auf Nachfrage, ob der DHB-Star nicht lieber einfach in Gummersbach verlängern hätte sollen, antwortete der Ex-Gummersbacher Brand: "Das hätte mich gefreut, aber Julian Köster ist so gut, er ist wahrscheinlich der kompletteste deutsche Handballer und muss in Kiel keine Konkurrenz fürchten. Er wird seinen Weg schon machen." Ob der Rückraummann im hohen Norden aber auch wirklich einschlägt, "wird man dann sehen".
Schließlich wäre der 25-Jährige mit einer Verlängerung beim Tabellensechsten der HBL "in der Lage gewesen, in Gummersbach der neue 'König' zu werden. Er hätte in die Fußstapfen vieler bekannter Namen treten können. Aber er hat sich anders entschieden. Das muss man akzeptieren. Da sind ja auch keine bösen Dinge vorgefallen", so der Weltmeister-Macher von 2007 weiter.
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Dennoch bilanzierte der 73-Jährige: "Julian wird seinen Weg machen, auch innerhalb des THW. Er muss da nichts fürchten".


























