Beim Auftakt der Formel 1 in Melbourne gab es für McLaren nicht viel zu holen. Während Lando Norris als Fünfter hinter den Mercedes- und Ferrari-Boliden ins Ziel fuhr, setzte Lokalmatador Oscar Piastri seinen Boliden bereits in vor dem Start in die Bande. Ex-Fahrer und TV-Experte Timo Glock fand anschließend klare Worte.
"Man hat schon über das Wochenende rausgehört, dass es für sie ein schwieriger Start ist. Selbst Zak Brown, der sonst immer positiv ist, sprach sehr gedämpft", sagte der 43-Jährige nach dem ersten F1-Rennen des neuen Jahres bei "Sky Sport". Norris fehlten im Ziel mehr 50 Sekunden auf den siegreichen George Russell im Silberpfeil.
Glock nimmt an, dass man beim britischen Rennstall "schon früh gemerkt hat - vielleicht sogar schon in Bahrain -, dass man definitiv nicht auf Augenhöhe mit Mercedes ist". Das Team mit dem Stern dominierte in Melbourne beinah nach Belieben, sicherte sich dank des zweiten Platzes von Kimi Antonelli sogar den Doppelsieg vor Charles Leclerc und Lewis Hamilton.
Verbesserungen bei McLaren? "Möglichkeiten sind da"
"Der Abstand ist aber schon erschreckend groß - vor allem, wenn man bedenkt, dass Mercedes über die gleiche Power Unit verfügt", lautete Glocks McLaren-Urteil. Der Experte glaubt, dass "der Unterschied doch größer ist, als man es sich bei McLaren erhofft hatte". Den ganz großen Grund zur Panik sieht der deutsche Ex-Rennfahrer bei Papaya aber noch nicht.
"Die Möglichkeiten sind da. Es kommt darauf an, ob sie es schaffen, das bessere Recovern der Batterie zu verstehen. Schlussendlich hat Mercedes das effizientere Gesamtpaket gebaut, das auch sehr gut mit den Reifen umgeht. Grundsätzlich ist und bleibt aber das Batterie-Management die Hauptsache", erläuterte der langjährige DTM-Fahrer.
Die Chance auf Verbesserung bietet sich dem Rennstall bereits in der kommenden Woche. Dann steht in China das erste Sprint-Wochenende der neuen Formel-1-Saison auf dem Programm.


