Bereits unmittelbar nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV am Samstagnachmittag hatte sich angedeutet, dass Cheftrainer Daniel Bauer beim VfL Wolfsburg keine Zukunft hat. Am Sonntag machte der Bundesligist dann die Entlassung Bauers, der erst im November das Amt übernommen hatte, auch offiziell. Ein alter Bekannter soll die Wölfe offenbar retten.
"Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen", begründete Sportdirektor Pirmin Schwegler die Trennung in einem Statement.
Über einen Nachfolger wolle der Klub demnach "zeitnah informieren". Laut "kicker" steht aber schon fest, dass der VfL Wolfsburg mit Dieter Hecking einen erfahrenen Feuerwehrmann zurück in die Autostadt holt.
Der 61-Jährige hatte von 2013 bis 2016 schon einmal in Wolfsburg gearbeitet und in dieser Zeit mit dem Klub DFB-Pokal und Supercup gewonnen. Im September des vergangenen Jahres wurde Hecking beim Zweitligisten VfL Bochum entlassen.
VfL Wolfsburg: Auch Geschäftsführer Christiansen ist Geschichte
Gehen muss auch Geschäftsführer Peter Christiansen. Der 51-Jährige war im Sommer 2024 nach Wolfsburg gekommen, über ein Aus des zuvor beim FC Kopenhagen tätigen Christiansen war bereits seit Wochen gemunkelt worden.
"Wir bedanken uns bei Peter für sein großes Engagement für den VfL Wolfsburg. Als Geschäftsführer Sport hat er den personellen Umbruch im Frauenfußball gemeinsam mit unserer sportlichen Leitung erfolgreich gemeistert. Bei den Männern fehlten leider die sportlichen Ergebnisse. Deswegen haben wir entschieden, die Zusammenarbeit mit ihm zu beenden", erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Sebastian Rudolph.
Fest steht: Das Blatt beim VfL Wolfsburg, der im Saison-Endspurt noch auf zahlreiche Top-Gegner wie den FC Bayern und Bayer Leverkusen trifft, muss sich sofort wenden. Nach der Niederlage im Abstiegskracher gegen den HSV brachte die aktive Fanszene ihren Unmut über die Leistungen der vergangenen Wochen deutlich zum Ausdruck.
Hinter dem Tor an der Bande brannten noch minutenlang die Pyro-Fackeln, die die Wolfsburg-Anhänger in Richtung Spielfeld geworfen hatten. Selbst einige Fanschals wurden in Brand gesetzt. Ordnungskräfte schirmten die Kurve vorerst ab, um eine Konfrontation zwischen Fans und Mannschaft zu verhindern.
Der harte Kern der Fanszene hatte das Duell mit HSV vorab zum Endspiel ausgerufen. Nach der Partie wurde im Block ein Banner mit der Aufschrift "Chance vertan. Rückhalt verspielt!" entrollt.





























