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Heftige Szenen nach Abstiegskracher

Rudelbildung und Randale: HSV stürzt Wolfsburg ins Chaos

In Wolfsburg gab es nach Spielende hitzige Szenen
In Wolfsburg gab es nach Spielende hitzige Szenen
Foto: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Tonhäuser
07. März 2026, 18:44
sport.de
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Mit dem 2:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg hat der Hamburger SV am Samstag Big Points im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren - und gleichzeitig einen direkten Konkurrenten dichter an den Abgrund befördert. Nach der Partie trugen sich in der Autostadt hitzige Szenen zu.

Auf einen intensiven Abstiegskracher zwischen dem VfL Wolfsburg und dem HSV folgte am Samstagnachmittag die komplette Eskalation. Spieler beider Teams gingen nach dem Schlusspfiff aufeinander los, die VfL-Fans entluden ihre Wut parallel mit Rauchbomben und Bengalos. 

In die wüste Schubserei auf dem Spielfeld waren auch Betreuer und Ersatzspieler involviert. Wolfsburgs Ersatzkeeper Marius Müller sah nachträglich die Rote Karte. Es waren Szenen, die man in der Bundesliga selten sieht.

"Ich habe niemanden böse getroffen, aber man rangelt halt ein bisschen. Aber ich würde da meinen Co-Trainer oder generell meine Jungs nie allein lassen", sagte HSV-Kapitän Nicolai Remberg bei "Sky" über die Rudelbildung.

Hinter dem Tor an der Bande brannten derweil noch minutenlang die Pyro-Fackeln, die die Wolfsburg-Anhänger in Richtung Spielfeld geworfen hatten. Selbst einige Fanschals wurden in Brand gesetzt.

HSV atmet auf - Wolfsburg vor Trainerwechsel

Ordnungskräfte schirmten die Kurve vorerst ab, um eine Konfrontation zwischen Fans und Mannschaft zu verhindern. Aufsichtsrat Diego Benaglio und Sportdirektor Pirmin Schwegler suchten schließlich den Austausch mit den frustrierten Anhängern.

Der harte Kern der Fanszene hatte das Duell mit HSV vorab zum Endspiel ausgerufen. Nach der Partie wurde im Block ein Banner mit der Aufschrift "Chance vertan. Rückhalt verspielt!" entrollt. 

"Sky"-Experte Dietmar Hamann attestierte dem Werksklub Auflösungserscheinungen. "Man hat das Gefühl, dass der Verein ein Stück weit auseinanderfällt im Moment", sagte er in seiner Analyse.

"Was die Spieler da nach dem Schlusspfiff zeigen, hätten sie mal besser in den 90 Minuten auf dem Feld gezeigt. Da verstecken sie sich seit Wochen und Monaten. Dann, wenn das Spiel abgepfiffen ist, sind sie auf einmal mutig. Das kann ich gar nicht verstehen", so der Ex-Profi weiter.

Luka Vuskovic (33.) und Jean-Luc Dompé (58.) hatten den HSV mit zwei Elfmetertoren auf die Siegerstraße geführt, für den VfL traf Christian Eriksen (22.) ebenfalls per Strafstoß. Medienberichten zufolge steht VfL-Coach Daniel Bauer nach der Pleite unmittelbar vor dem Aus.

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