Skisprung-Dominator Domen Prevc ist geschlagen, für den deutschen Olympiasieger Philipp Raimund reichte es am Samstag im zweiten Springen von der Normalschanze in Lahti aber dennoch nicht zu einem weiteren Podestplatz.
DSV-Adler Philipp Raimund ist beim Weltcup in Finnland nach seinem Premierensieg am Freitag knapp am Treppchen vorbeigeflogen.
Nach zwei überzeugenden Sprüngen muss sich der 25-Jährige mit dem vierten Platz begnügen. Raimund fehlten am Ende 4,4 Punkte, also rund drei Meter, auf den dritten Rang. Diesen belegte der Japaner Ryoyu Kobayashi. Im Gesamtweltcup kletterte Raimund auf den vierten Platz. "Ich möchte da unbedingt noch in die Top drei. Es wird zum Saisonende noch einmal spannend", sagte er im "ZDF".
Der Weltcup-Sieg ging diesmal an den Österreicher Daniel Tschofenig, der sich knapp gegen Überflieger Domen Prevc durchsetzen konnte. Nach dem ersten Durchgang hatte Tschofenig, Gesamtweltcupsieger und Vierschanzentournee-Champion der Vorsaison, noch Rang drei belegt. Mit einem Fabelsatz im zweiten Durchgang schob er sich schließlich vorbei.
Raimunds zweiter Satz "war erstklassig"
Mit der Leistung von Raimund, der am Freitag nach der Disqualifikation von Domen Prevc seinen ersten Weltcup-Sieg in seiner Karriere gefeiert hatte, zeigte sich auch Bundestrainer Stefan Horngacher glücklich. "Philipp springt weiter auf sehr hohem Niveau, der zweite heute war erstklassig. Da kann man zufrieden sein", sagte er im "ZDF". Nach 128 Metern im ersten ließ der Oberstdorfer 129 Meter folgen.
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Hinter Raimund klaffte aus deutscher Sicht erneut eine große Lücke. Felix Hoffmann empfahl sich als 21. zumindest für einen Start im Super-Team-Wettkampf am Sonntag (15:00 Uhr/ZDF und Eurosport), dann darf jede Nation zwei Springer pro Mannschaft nominieren.
Routinier Pius Paschke (29.) schaffte es am Samstag nur mit Mühe in den zweiten Durchgang, den die Sorgenkinder Andreas Wellinger (33.) und Karl Geiger (42.) sogar verpassten. Luca Roth scheiterte als 51. schon in der Qualifikation.
Ähnlich sah es im DSV-Team schon am Freitag aus, wo Paschke als Zwölfter immerhin in Reichweite landete. Geiger (23.), Wellinger (38.) und Hoffmann (44.) fielen hingegen ab.


