Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup im finnischen Kontiolahti beim Kampf um die Podestplätze keine Rolle gespielt.
Nach zwei Strafrunden von Youngster Leonhard Pfund bei seiner Staffelpremiere in der A-Liga und insgesamt elf Nachladern reichte es für das DSV-Quartett mit Lucas Fratzscher, Philipp Nawrath und Philipp Horn nur für den sechsten Rang.
Den Sieg sicherten sich die Norweger, die damit auch die Weltcupwertung gewannen. Beim finalen Schießen behielt Vetle Sjaastad Christiansen im Duell mit dem dreimaligen Antholz-Olympiasieger Quentin Fillon Maillet die Nerven und entschied das letzte Staffelrennen der Saison. Olympiasieger Frankreich hatte nach 4 x 7,5 Kilometern 19,1 Sekunden Rückstand. Rang drei ging an die Schweden, die 48,1 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kamen.
Nachwuchshoffnung Pfund: Extrem ärgerlich
Nach Rang vier bei den Olympischen Spielen bekam Nachwuchshoffnung Pfund seine erste Einsatzchance in der Eliteklasse. Der 22-Jährige, der bis dahin bei seinen bisherigen Weltcupauftritten liegend eine hundertprozentige Trefferquote hatte, kassierte ausgerechnet da zwei Strafrunden. Danach aber zeigte er, dass er es kann und räumte alle fünf Stehendscheiben sicher ab.
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"Ich habe mich gut gefühlt. Aber ein Schießen kann dann schnell alles kaputt machen", sagte Pfund im ZDF. Zudem konnte er seine Fehlschüsse nicht einordnen. "Es war eine Verlagerung und extrem ärgerlich", sagte Pfund.
Fratzscher zeigte als Startläufer mit zwei Nachladern eine gute Leistung. Nawrath verteidigte den vierten Platz, konnte aber auch nur knapp eine Strafrunde vermeiden. Dennoch ging Pfund als Vierter in sein Rennen, ehe ihm der Fauxpas passierte. Horn konnte dann nichts mehr ausrichten.
