Bei Borussia Dortmund wartet man gespannt auf die Entscheidung von Innenverteidiger Nico Schlotterbeck: Nimmt der BVB-Star das Vertragsangebot an oder entscheidet er sich lieber für einen Abschied? Sport-Geschäftsführer Lars Ricken gibt sich weiterhin ganz entspannt, eine Frist wird dem Nationalspieler öffentlich nicht gesetzt.
Der BVB will den Druck auf seinen Innenverteidiger Nico Schlotterbeck nicht öffentlich erhöhen, damit alsbald eine Entscheidung im Vertragspoker getroffen wird und Klarheit herrscht. Das stellte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nun klar.
"Das Schöne ist, dass sowohl von unserer als auch von seiner Seite nur sehr wenig nach außen sickert. Das ist ein Zeichen für vertrauensvolle Gespräche", so Ricken in einem Interview mit "WAZ": "Für die Öffentlichkeit mögen die Verhandlungen lang wirken, aber bei einem Spieler dieses Kalibers, der eine bedeutsame Entscheidung treffen muss, ist das nichts Außergewöhnliches. Ich kann Ihnen sagen: Unser Angebot ist ein absoluter Vertrauensbeweis in Nicos Fähigkeiten."
Dass man öffentlich auf ein Ultimatum verzichte, liege laut Ricken auch daran, dass sich die Verhandlungen "noch im absoluten Normalitätsbereich" bewegen: "Wir könnten populistisch hinausposaunen, dass wir dann oder dann eine Entscheidung brauchen. Aber wir haben eine gemeinsame Erwartungshaltung an den Zeitpunkt, und das ist das Entscheidende." Nähere Angaben zu diesem Zeitpunkt machte Ricken nicht.
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Ricken über Ausstiegsklausel für Schlotterbeck: "Es gibt Situationen .."
Seit Wochen liegt Nico Schlotterbeck ein Angebot zur Verlängerung seines bis 2027 gültigen Vertrags vor, noch zögert der Abwehrspieler aber. Immer wieder wird der Führungsspieler der Borussia mit europäischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Sollte Schlotterbeck die BVB-Offerte ablehnen, steht wohl ein Abschied im kommenden Sommer im Raum - sodass der Klub noch eine marktgerechte Ablösesumme einstreichen könnte.
Teil des Angebots der Schwarz-Gelben ist auch eine Ausstiegsklausel, die es Schlotterbeck ermöglichen würde, vorzeitig aus seinem Kontrakt zu kommen.
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Ricken begründete dieses Zugeständnis seitens des Vereins: "Das ist ja in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal der Fall gewesen, aber das ist nichts, was Alltag werden sollte. Es darf kein Luxus sein, dass wir wissen, mit welchen Spielern wir für eine Saison planen. Es gibt aber Situationen, in denen man, um einen Deal zu bekommen, vielleicht auch solche vertragliche Konstellationen eingehen muss."





























