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"Werden sehen, wie es nächstes Jahr aussieht"

Karriereende? Pause? Biathlon-Olympiasieger lässt aufhorchen

Beendet Emilien Jacquelin (l.) mit nur 30 Jahren seine Biathlon-Laufbahn?
Beendet Emilien Jacquelin (l.) mit nur 30 Jahren seine Biathlon-Laufbahn?
Foto: © IMAGO/Felice Calabro / ipa-agency.net
06. März 2026, 14:27
sport.de
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Bei den zurückliegenden Olympischen Winterspielen hat Emilien Jacquelin mit Gold in der Staffel und Bronze in der Verfolgung gleich zwei Medaillen zum sensationellen Abschneiden der Franzosen beigetragen. Der 30-Jährige, der schon in der Vergangenheit mehrfach mit einem Ende seiner Biathlon-Laufbahn geliebäugelt hat, sprach nun erneut über seine Zukunft.

"Es gibt auch tausend unglaubliche Dinge im Leben zu entdecken. Ich bin seit acht oder neun Saisons auf dieser Rennstrecke unterwegs. Das kann redundant sein, man kann sich seinen Kalender nicht wie im Radsport aussuchen! Ich muss diese innere Flamme spüren und wir werden sehen, wie es nächstes Jahr aussieht", erklärte der fünffache Weltmeister im Gespräch mit der "L'equipe".

Ein Ansporn, seine erfolgreiche Laufbahn doch noch etwas fortzusetzen, könnten offenbar die Olympischen Spiele 2030 sein, die im französischen Le Grand-Bornand steigen. "Das könnte ein unglaubliches Fest werden", blickt der Routinier voraus: " Aber vier Jahre sind eine lange Zeit. Um weiterzumachen und Leistung zu bringen, muss man mental zu 100 % dabei sein. Ich muss mich hinsetzen, um wirklich zu wissen, was ich tun möchte."

Biathlon: Jacquelin will nicht in "Sumpf zurückfallen"

Wenn Jacquelin sich entscheidet, weiterzumachen, dann "nicht nur halbherzig", betonte er gegenüber der französischen Sportzeitung. Der Franzose konnte während seiner Karriere schon fünf Goldmedaillen bei Biathlon-Weltmeisterschaften sammeln. Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewann Jacquelin mit der Staffel sowie der Mixed-Staffel jeweils Silber.

Um auch 2030 noch mit vollem Eifer bei den Heimspielen dabei zu sein, könnte der Superstar womöglich auch einen eigenen Weg gehen: "Eine Pause zu machen und dann zurückzukommen, darüber habe ich ehrlich gesagt nachgedacht." Wichtig sei aber, dass Jacquelin auch dann noch vorne in der Weltspitze mitmischen kann.

"Ich muss langfristig mit meiner Art zu laufen im Reinen sein. Wenn ich am Ende 30. werde, kämpfen muss und vielleicht wieder in den IBU Cup zurückfalle, ist es ein Sumpf, aus dem man sich nur schwer wieder herauskämpfen kann. Wenn der Sport zu einer Belastung oder zu Stress wird, ist es besser aufzuhören", stellte der Staffel-Olympiasieger von Antholz klar.

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