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DSV-Adler feiert Weltcup-Sieg

Prevc disqualifiziert! Raimund gewinnt in Lahti

Weltcup-Sieg für Philipp Raimund
Weltcup-Sieg für Philipp Raimund
Foto: © IMAGO/James Patrick Cooper
06. März 2026, 16:04
sport.de
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Der deutsche Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat am Freitagnachmittag das Weltcup-Springen im finnischen Lahti gewonnen - dank einer nachträglichen Disqualifikation von Superstar Domen Prevc.

Philipp Raimund hat das erste von zwei Weltcup-Springen im finnischen Lahti gewonnen: Dem 25-Jährigen wurde nach seinem zweiten Platz der Sieg nachträglich zugesprochen, da Skisprung-Star Domen Prevc disqualifiziert wurde. Raimund war mit einer Weite von 122,5 Metern auf 129,30 Punkte gekommen, 9,5 Zähler hinter dem Slowenen. Für Raimund, Olympiasieger von der Normalschanze, ist es der erste Weltcup-Sieg seiner Karriere.

Grund für die Disqualifikation: Prevc brachte zu wenig Gewicht für seine Skilänge auf die Waage. "Es hat natürlich einen leicht komischen Beigeschmack", sagte Raimund nach seinem Sieg mit Verspätung im "ZDF": "Es fühlt sich aber sehr gut an. Seit Olympia bin ich auf einem hohen Niveau und etwas befreiter. Ich bin heute sehr stolz."

Der Weltmeister hat trotz seiner "Nullrunde" aber den Triumph im Gesamtweltcup sicher und damit ein Stück Skisprung-Geschichte geschrieben. Weil Verfolger Ryoyu Kobayashi nur Sechster wurde, ist ihm die große Kristallkugel bis zum Saisonende nicht mehr zu nehmen.

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Der 26-Jährige hat nun innerhalb von nur zwölf Monaten alle fünf großen Einzeltitel im Skispringen gewonnen: Begonnen hatte die Titeljagd am 8. März 2025 mit dem WM-Titel in Trondheim, es folgten die Siege bei der Vierschanzentournee, der Skiflug-WM und den Olympischen Spielen - schneller geht es nicht. Bereits am Donnerstag hatte seine Schwester Nika auf der WM-Schanze von 2029 ebenfalls den Gewinn des Gesamtweltcups perfekt gemacht, erstmals gehen die Kugeln somit an ein Geschwisterpaar.

DSV-Adler um Geiger und Wellinger enttäuschen

Das Podest in Lahti komplettieren nach dem Aus des Überfliegers nun Daniel Tschofenig aus Österreich und Vladimir Zografski aus Bulgarien, der erstmals in seiner Karriere auf einem Weltcup-Podium steht. Da der Wettkampf als Ausgleich für das ausgefallene Springen in Ruka dient, wurde nur ein Durchgang durchgeführt.

Abgesehen von Raimund enttäuschten die DSV-Adler fast ausnahmslos. Pius Paschke war als Zwölfter zumindest im Soll, Karl Geiger (23.), Andreas Wellinger (38.), Luca Roth (41.) und Felix Hoffmann (44.) folgten weit zurück.

Am Samstag (17:00 Uhr/ZDF und Eurosport) folgt ein weiterer Einzelwettbewerb, am Sonntag steht ein Super Team auf dem Programm.

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