Die Junioren-Weltmeisterschaft im Biathlon am Arber wird für die deutschen U21-Skijäger immer mehr zum Debakel. Im dritten Einzel-Rennen setzte es am Freitag das bislang schwächste Abschneiden.
Während sich der Norweger Kasper Kalkenberg den WM-Titel im Massenstart mit 60 Athleten und somit nach Bronze im Sprint seine zweite Medaille am Arber sicherte, verballerten die deutschen Talente jeglichen Medaillentraum am Schießstand. Der 18-jährige Lukas Tannheimer beendete das Rennen auf Platz 23 noch als bester DSV-Vertreter, leistete sich allerdings sieben Fahrkarten und war mit einem Rückstand von 2:03,9 Minuten letztlich ebenso chancenlos wie die anderen deutschen Starter.
Karl Schütze (5 Fehler/2:18,4 Minuten) beendete das Rennen als 25., Clemens Böhme (6 Fehler/+2:23,1 Minuten) landete einen Rang dahinter und Luc Richter (7 Fehler/+4:08,8 Minuten) musste sich mit Platz 46 zufrieden geben. Korbi Kübler musste auf den Start verzichten.
Auffallend: Die deutschen Youngster legten allesamt einen Fehlstart hin. Schon beim ersten Liegendanschlag leisteten sich alle vier zwei Fehler und mussten das Vorderfeld ziehen lassen.
Läuferisch ist nur Tannheimer in Schlagdistanz
Besser lief es für den Esten Jakob Kulbin (3 Fehler/+18,9 Sekunden), der sich Silber sicherte und den schnellen Schweden Philip Lindkvist-Flötten (4 Fehler/+23,6 Sekunden), der Bronze gewann. Für Kulbin war es nach Bronze im Einzel die zweite WM-Medaille 2026, Lindkvist-Flötten konnte das Einzel gewinnen und bereits Silber im Sprint gewinnen.
Apropos Sprint: Hier erreichte Tannheimer Rang zehn und damit das bislang beste Ergebnis der U21-Athleten aus Deutschland.
Tannheimer war im Massenstart auch der einzige, der läuferisch im Ansatz mit den Topleuten mithalten konnte. Alle anderen DSV-Starter sammelten mindestens zwei Minuten auf die Schnellsten in der Loipe. Eine Hypothek, die selbst mit null Fehlern eine Medaille verhindert hätte.
