Aston Martin steht vor einem Horror-Start in die neue Formel-1-Saison. Teamchef Adrian Newey legt ein bitteres Geständnis ab.
Wie erwartet hat Formel-1-Rennstall Aston Martin einen deprimierenden Start ins neue F1-Jahr hingelegt. Wegen eines "Verdachts auf Probleme" mit dem Antrieb fuhr Fernando Alonso im ersten Freien Training in Melbourne gar nicht erst raus. Stallkollege Lance Stroll absolvierte nur drei Runden. Seine schnellste Zeit lag etwa 30 Sekunden hinter der Spitze.
Im 2. Training sah es schon ein wenig besser. aus. Immerhin beide Fahrer gingen auf die Strecke. Alonso kam auf 18 Runden, Stroll auf 13.
Das Team hatte am Donnerstag große Probleme mit der Power Unit eingeräumt, diese verursache derart starke Vibrationen, dass die Fahrer Nervenschäden in den Händen befürchteten.
"Es ist eine Phase, in der ich mich sehr machtlos fühle", gestand Adrian Newey rund um den Auftakt in Australien. "Wir haben ein riesiges Problem im Antriebsstrang."
Batterie-Probleme legen Aston Martin lahm
"Weniger Fahrzeit bedeutet, wir lernen wenig über das Auto. Denn wir sind wenig gefahren und mit wenig Sprit", erklärte der Brite weiter. "Es ist ein Problem, das sich selbst verstärkt. Es verbraucht viel Energie im menschlichen Sinne."
Ein weiteres Problem: "Wir haben das Wochenende mit vier Batterien begonnen, aber zwei haben Probleme gemacht und funktionieren nicht. Daher müssen wir mit den zwei restlichen noch das ganze Wochenende auskommen", so Newey.
Falls eine weitere nicht mehr funktionieren sollte, wäre für einen Fahrer das GP-Wochenende vorbei.
"Wir haben am Auto von Lance eine neue Lösung ausprobiert, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Die Analyse dazu läuft noch", erklärte Newey. Neue Batterien könnten nicht eingeflogen werden, weil es "aktuell keine mehr gebe".
Vor allem gelte es weiter, die ominösen Vibrationen in den Griff zu bekommen. "Honda arbeitet dran. Aber dafür müssen einige grundlegende Dinge angepasst werden. Das braucht Zeit", sagte Newey weiter.
"Sky"-Experte Timo Glock zog ein brutales Urteil: "Vernichtend für das gesamte Team und gerade für Honda ein absoluter Tiefschlaf. Es ist desaströs", sagte der ehemalige F1-Pilot.


