Der ehemalige Real-Coach Zinédine Zidane hat laut Ex-Profi Gareth Bale in seiner Zeit bei den Königlichen nur wenig Anstrengungen unternommen, den Superstars taktische Anweisungen mit auf den Weg zu geben. Die Ausnahme: Spiele gegen absolute Top-Teams wie den FC Bayern oder den FC Barcelona.
In seinen Jahren bei Real Madrid arbeitete der ehemalige walisische Weltklasse-Spieler Gareth Bale sowohl mit Zinédine Zidane als auch mit Carlo Ancelotti zusammen. Die beiden Trainer-Ikonen unterschieden sich in ihrer Herangehensweise enorm, wie Bale in der "Stick to Football"-Show schilderte.
Zidane, so berichtete Bale, habe nur wenig Augenmerk auf taktische Arbeit auf dem Platz gelegt. "Er hat nicht viel gemacht. Wenn wir gegen Barca oder Bayern gespielt haben, haben wir ein bisschen taktisch gearbeitet, aber sonst war es minimal."
Die Trainingseinheiten unter dem Franzosen seien nichts Besonderes gewesen. "Ballbesitz-Drills, ein Kleinfeld-Spiel, Abschluss-Training und das war's. Vor großen Spielen haben wir 15 Minuten lang die Defensiv-Taktik statt der Offensiv-Taktik besprochen, mehr aber auch nicht", plauderte der Waliser aus.
Bale: Alonso-Aus bei Real hat mich nicht überrascht
Ancelottis große Stärke sei derweil der Umgang mit den Superstars gewesen. "Sein Management war das beste. Wenn man nicht gespielt hat, hat er dir das Gefühl gegeben, dass du sein bester Freund bist. Und wenn er dich gebraucht hat, wusste man, dass man bereit zu sein hat. Er hatte diese unglaubliche Fähigkeit, alle bei Laune zu halten", schwärmte der Waliser vom Italiener.
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Bei Real Madrid brauche es gar keinen Trainer im klassischen Sinne, führte Bale weiter aus. "Man muss einfach nur die Gruppe von Spielern managen und sie tun lassen, was sie eben tun. Natürlich gab es auch taktische Arbeit, aber davon braucht es nicht viel", erklärte der Ex-Profi.
Bale ist der Überzeugung, dass genau das die Falle war, in die auch Xabi Alonso in dieser Saison getappt ist. "Ich war nicht überrascht, als er gefeuert wurde. Wenn man zu viel versucht, kommen die Spieler nicht zurück. Sie wollen das Spiel spielen und für dich gewinnen. Du musst einfach nur ein großartiger Manager sein und nicht der beste Taktiker. Es geht einfach darum, die Spieler so glücklich wie möglich zu halten."



























