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Superstar startet in die Saison

Ausgeruhter Rad-Dominator Pogacar droht der Konkurrenz

Tadej Pogacar will auf den Schotterpisten der Toskana mal wieder alle abhängen
Tadej Pogacar will auf den Schotterpisten der Toskana mal wieder alle abhängen
Foto: © IMAGO/DIRK WAEM
05. März 2026, 13:52
sport.de
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Wie einst "Kannibale" Eddy Merckx hat Radsport-Dominator Tadej Pogacar in den vergangenen Jahren seine Konkurrenten im Kampf um Gesamt-, Etappen- und Klassiker-Siege verschlungen. 2026 soll das genauso weiter gehen - beginnend an diesem Wochenende.

Was Pogacar bei seinem Star in die Radsaison am Samstag auf den Strade Bianche in der Toskana anstrebt, nennt man im Fußball einen "lupenreinen" Hattrick. 2024 und 2025 (und zuvor schon einmal 2022) triumphierte der Slowene bei dem "Neo"-Klassiker auf den toskanischen Schotterpisten. Vor zwei Jahren legte er im Kies ein unvergessliches 81-Kilometer-Solo hin.

Dieses Jahr soll der dritte Sieg in Folge her. "Die Strade sind ein Rennen, an das ich unvergessliche Erinnerungen habe. Meine Bilanz dort ist ziemlich gut", sagte Pogacar im Vorfeld. Ein geradezu beeindruckendes Understatement. 

Er habe nun genug, "vom Sofa aus", das Geschehen zu verfolgen, kommentierte der Kapitän des Teams UAE Emirates-XRG seine längere Winterpause. "Ich freue mich, wieder selbst dabei zu sein und endlich Rennen zu fahren." Pogacar ist ausgeruht und heiß. Für die Konkurrenz muss das wie eine Drohung klingen.

Pogacars wohl stärkste Rivalen bei den Strade Bianche sind Mountainbike-Olympiasieger Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers) und Super-Allrounder Wout van Aert (Visma - Lease a Bike).

"Wir erwarten einige starke Konkurrenten, die Startliste ist bei diesen großen Rennen immer hochkarätig besetzt", warnte Pogacar, der zudem den Ausfall seines treuen Helfers Tim Wellens verkraften muss. Dennoch lautet die Frage wohl nicht ob, sondern wann Pogacar dieses Jahr die entscheidende Attacke reitet.

Tadej Pogacar heiß auf die letzten Monumente des Radsports

Die Strecke wurde im Vergleich zum Vorjahr ein klein wenig entschärft. "Nur" 64,1 km lang müssen sich die Fahrer in diesem Jahr über Schotter quälen, 2025 waren es noch 18 km mehr gewesen. Zudem rollen die Profis diesmal bereits nach 203 km in der malerischen Altstadt von Siena ins Ziel.

Pogacar - der legitime Nachfolger von "Kannibale" Eddy Merckx - will in Siena nicht nur seinen fünften Strade-Triumph einfahren. Er will sich das Rüstzeug für die Frühjahrsklassiker holen. Zwei der fünf "Monumente des Radsports" hat der 27-Jährige noch nicht gewonnen: Mailand-Sanremo (dieses Jahr am 21. März) und den Kopfstein-Klassiker Paris-Roubaix (12. April). 

Die anderen Monumente (Flandern-Rundfahrt, Lombardei-Rundfahrt, Lüttich-Bastogne-Lüttich) hat er schon mehrmals gewonnen.

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