Die neue Gehaltsregel im deutschen Profifußball sorgt für Diskussionen. Nun hat sich in Person von Jan-Christian Dreesen auch der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern klar geäußert und seine Position in der Angelegenheit deutlich gemacht.
Der Vorstandsboss des deutschen Rekordmeisters unterstütze laut eigener Aussage die Einführung der sogenannten Kaderkostenregel zwar ausdrücklich. Dreesen machte im Gespräch mit der "dpa" aber auch deutlich, dass es strenge Kontrollmechanismen geben müsse. Ohne strikte Kontrolle und entsprechende Sanktionsmöglichkeiten verliere die Kaderkostenregel ihre Wirkung, meinte Dreesen.
"Die neue Kaderkostenregel habe ich im DFL-Präsidium von Beginn an unterstützt. Der Beschluss ist ein unverzichtbarer Schritt für mehr Transparenz und finanzielle Stabilität im deutschen Profifußball. Auf UEFA-Ebene existieren Vorgaben mit der 70-Prozent-Regel bereits", führte der Bayern-Boss gegenüber der "dpa" dazu aus.
Elementar wichtig sei jedoch, dass die Regel nicht nur als theoretische Vorgabe existiere: "Entscheidend aber ist, dass diese nicht nur auf dem Papier fixiert werden, sondern auch durchgesetzt und bei Nichteinhaltung sanktioniert werden. Nur dann kann sich das vernünftige und nachhaltige Wirtschaften der deutschen Klubs im internationalen Vergleich auch tatsächlich auszahlen", betonte der 58-Jährige.
Maximal 70 Prozent für Personalkosten
Konkret bedeutet die neue Regel folgendes: Die 36 Vereine aus Bundesliga und 2. Bundesliga dürfen künftig maximal 70 Prozent ihrer relevanten Einnahmen für Personalkosten ausgeben. Diese Entscheidung traf die DFL auf ihrer Mitgliederversammlung.
Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität der Klubs langfristig zu sichern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich zu erhalten. Die Maßnahme orientiert sich dabei an den Finanzvorgaben der UEFA.
Die Umsetzung erfolgt schrittweise: Ab der kommenden Saison wird die Regel eingeführt, vollständig greifen soll sie ab der Spielzeit 2028/29. Vereine, die gegen die Vorgaben verstoßen, müssen mit spürbaren Konsequenzen rechnen. Möglich sind Geldstrafen, Punktabzüge oder sogar Transfersperren.





























