Biathlon-Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß hat sich bei den Olympischen Winterspielen in den Ruhestand verabschiedet. Julia Tannheimer war vom Karriereende ihrer DSV-Teamkollegin nicht überrascht - im Gegenteil.
"Wir wussten es im Grunde schon seit der vergangenen Saison", verriet Tannheimer im Interview mit "Sport1".
Die 20-Jährige erklärte: "Dass es so kommen würde, hat uns also nicht überrascht. Unklar war lediglich der Zeitpunkt – direkt nach Olympia oder erst nach der kompletten Saison. Sie hat sich diese Entscheidung länger durch den Kopf gehen lassen. Wirklich sicher war sie sich, so wie ich es wahrgenommen habe, wohl erst während der Olympischen Spiele."
Preuß hatte ihr Biathlon-Karriereende Ende Januar offiziell angekündigt. Vor dem abschließenden Massenstart bei den Olympischen Winterspielen teilte die 31-Jährige über den Deutschen Skiverband letztlich mit, direkt nach dem Saison-Highlight Schluss zu machen.
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Preuß prägte den deutschen Biathlon-Sport über viele Jahre mit, gewann unter anderem zwei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften sowie den Gesamtweltcup. Bei Olympia in Italien kam Bronze in der Mixed-Staffel hinzu, eine Einzelmedaille war ihr nicht vergönnt.
Biathlon-Kollegin schwärmt von Preuß
"Wenn ich Fragen hatte oder ihren Rat brauchte, war sie immer da. Sie hat ihre Erfahrungen mit uns geteilt, ist mit uns joggen gegangen, hat uns mitgenommen und gezeigt, wie vieles funktioniert – auf und neben der Strecke. Von einer so erfolgreichen Athletin lernen zu dürfen, ist etwas Besonderes", schwärmte Tannheimer von Preuß.
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Die langjährige Top-Biathletin sei "unglaublich bodenständig geblieben. Sie ist ein ganz normaler Mensch, der in keiner Weise abhebt und jedem freundlich begegnet", führte Tannheimer aus.
Der Biathlon-Weltcup geht am Donnerstag im finnischen Kontiolahti weiter. Janina Hettich-Walz, Vanessa Voigt, Selina Grotian, Marlene Fichtner und Tannheimer bilden das fünfköpfige DSV-Aufgebot der Frauen.

