Die norwegische Handball-Nationalmannschaft schied bei der Europameisterschaft im Januar in der Hauptrunde aus. Der Vertrag von Trainer Jonas Wille wird nicht verlängert, dabei wäre der Coach selbst gerne geblieben.
Wie der norwegische Handballverband am Mittwoch offiziell mitgeteilt hat, erhält Wille kein neues Arbeitspapier. Sein aktueller Vertrag ist noch bis zum 1. Juli datiert. Der 49-Jährige hatte das Amt im Sommer 2022 angetreten.
Die Norweger waren bei der Handball-EM im Januar in der Hauptrunde ausgeschieden. Die Skandinavier belegten in der stark besetzten Gruppe hinter Dänemark, Deutschland, Portugal und Frankreich den fünften Platz und konnten lediglich Spanien hinter sich lassen.
"Wir sind ihm dankbar für seinen Fokus auf die Entwicklung des Handballs, sein Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz während fünf Meisterschaften für Norwegen. Wir werden die gute Entwicklungsarbeit, die er über viele Jahre hinweg maßgeblich vorangetrieben hat, fortführen", bedankte sich Norwegens Verbandspräsidentin Randi Gustad in einem Statement.
Handball-Coach "hätte sehr gerne weitergemacht"
Wille verriet im Gespräch mit der Zeitung "Verdens Gang": "Ich hätte sehr gerne weitergemacht. Das habe ich sowohl in meiner Arbeit mit der A-Nationalmannschaft als auch in den von uns initiierten Talentförderungsprozessen deutlich gemacht. Vier Jahre sind für die Entwicklung recht kurz."
Und weiter: "Ich muss akzeptieren, dass der Vertrag ausläuft. Der Vorstand hat daher jedes Recht, sich für eine andere Lösung zu entscheiden. Das muss ich einfach hinnehmen, auch wenn ich auf neues Vertrauen gehofft hatte."
Wer die norwegische Handball-Nationalmannschaft künftig trainiert, ist noch nicht klar. Zudem ist offen, ob Wille das Team bis zu seinem Vertragsende weiter betreuen wird.
"Wir stehen diesbezüglich in engem Dialog mit Jonas. Wir gehen davon aus, dass der Vertrag im Sommer ausläuft, versuchen aber, gemeinsam mit ihm die bestmögliche Lösung zu finden", so Verbandspräsidentin Gustad gegenüber "VG".









