Die Biathlon-Weltmeisterschaften der Junioren und Juniorinnen am Arber bleiben aus deutscher Sicht weiterhin wenig verheißungsvoll. Hannes Lipfert holte am Dienstag im Sprint der U19-Junioren mit Bronze zwar die erste Medaille für den DSV, die Juniorinnen warten aber weiter vergeblich auf Edelmetall. Im U19-Sprint über 6 Kilometer war eine Top-10-Platzierung am Mittwoch das höchste der Gefühle.
Beim Sieg der 18-jährigen Slowakin Michaela Strakova, die alle zehn Scheiben traf und die Strecke in 17:02,5 Minuten absolvierte, belegte Katharina Staller (2 Fehler/+1:26 Minuten) Rang acht. Staller ließ im Liegendanschlag zwei Ziele stehen und konnte so trotz der fünftschnellsten Laufzeit nicht in den Kampf um die Vergabe der Medaillen eingreifen. Zudem absolvierte Staller ihre Schießeinlagen deutlich langsamer als das Gros der Topplatzierten.
Mit Rang zwölf sorgte Giovanna Nicolussi (2 Fehler/+1:34,7 Minuten) für das zweitbeste deutsche Abschneiden. Die 16-jährige Ina Lickert (1 Fehler/+1:56,9 Minuten) wurde 21., Leonie Hinterstoisser (2 Fehler/+2:27,7 Minuten) musste sich mit Platz 31 zufrieden geben.
Medaille für den DSV trotz Top-10-Ergebnis in weiter Ferne
Silber sicherte sich die norwegische Schnellschützin Hanna Voelstad (1 Fehler/+12,3 Sekunden), Bronze holte die Österreicherin Selina Ganner (1 Fehler/+18,3 Sekunden).
Aus deutscher Sicht bleibt festzuhalten, dass eine Medaille erneut in eher weiter Ferne lag. Staller war die einzige DSV-Starterin, die läuferisch mithalten konnte, am Schießstand ließ sie aber viel zu viel Zeit liegen.
Zum Vergleich: Voelstad und Ganner absolvierten ihre zehn Schuss mehr als 30 Sekunden schneller. Nicolussi zählte hingegen zu den fixesten Schützinnen, in der Loipe betrug der Rückstand auf Strakova allerdings 52,2 Sekunden. Lickert und Hinterstoisser zählten in keiner Teil-Disziplin zu den besten 20.
