Nach einem holprigen Start hat Jovan Milosevic seine Rolle bei Werder Bremen gefunden. Zuletzt gelangen ihm zwei wichtige Tore. Der Stürmer spricht über seinen harten Start in Bremen und einen möglichen Verbleib beim abstiegsbedrohten Klub.
Das wichtige Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim hat Werder Bremen dank Jovan Milosevic gewonnen und damit die brutale Pleitenserie gestoppt. Erstmals seit 13 Spielen hat der SVW wieder eine Bundesliga-Partie gewonnen.
Milosevic ließ die Anhänger mit seinem Treffer in der 57. Minute jubeln, zudem unterlief Hennes Behrens (90.+7) kurz vor Spielende ein Eigentor.
Nach einer schwierigen Anfangszeit ist er "mittlerweile gut angekommen", sagte er im Interview mit der "Deichstube". "Ich habe eine gute Verbindung zu meinen Teamkollegen, und auch die Stadt gefällt mir sehr. Außerdem habe ich für die Zeit hier eine eigene Wohnung gefunden. Deshalb habe ich insgesamt ein gutes Gefühl", berichtet der Serbe.
Milosevic war im Winter vom VfB Stuttgart an Werder ausgeliehen worden. Vorerst bis zum Ende der Saison.
In der Hinrunde spielte er bei Partizan Belgrad eine überragende Rolle im Sturmzentrum und schoss den Klub an die Tabellenspitze Serbiens.
Werder Bremen: Milosevic erlebte harten Start
Dann folgt der harte Cut in den deutschen Abstiegskampf. Mit 22 Zählern steht Bremen aktuell auf dem Relegationsplatz.
"Am Anfang war es schon hart. Zum Glück habe ich meine Familie und gute Freunde, die mich häufig besuchen. Sie spielen eine große Rolle bei meiner Eingewöhnung", sagte Milosevic. "Ohne sie wäre ich vermutlich nicht so schnell angekommen. Dazu kommt, dass mir die Mannschaft vom ersten Tag an das Gefühl gegeben hat, dazuzugehören. Dafür bin ich sehr dankbar."
Zu Beginn seiner Zeit in Bremen saß der Angreifer viel auf der Bank. Diese Situation bereitete ihm "anfangs Probleme".
"Zum Glück habe ich viel mit meiner Familie gesprochen, und dadurch hat sich meine Einstellung zur Situation verändert. Danach ging es mir deutlich besser. Ich glaube, das konnte man auch von außen sehen. Wenn ich wütend bin, merkt man das leider oft sehr schnell." Auch ein Gespräch mit Cheftrainer Daniel Thioune habe geholfen.
Vom Klassenverbleib des Traditionsklubs ist er überzeugt, "weil wir ein großartiges Team und unglaubliche Fans haben".
Wie es nach dem Sommer weitergeht, ist noch offen. Ist ein längerer Verbleib an der Weser vorstellbar?
"Im Fußball ist alles möglich. Man sollte nie etwas ausschließen", so Milosevic.


























