2013 zog es das damalige Supertalent Mario Götze von Borussia Dortmund zum FC Bayern - einer der meistdiskutierten Transfers der Bundesliga-Geschichte. Star-Berater Volker Struth schildert erneut in eindringlichen Worten, wie sehr es damals hinter den BVB-Kulissen krachte.
Der damalige Dortmunder Spordirektor Michael Zorc habe ihn "durchbeleidigt wie kein anderer" in seiner 20-jährigen Tätigkeit als Spieleragent, blickte Struth im "Bild"-Podcast "Phrasenmäher" zurück.
Wiedergeben, was ihm Zorc damals genau an den Kopf warf, wollte Struth in dem Interview nicht. "Ich bin glaube ich zu alt geworden, um das nochmal zu wiederholen. Die waren nicht oberhalb der Gürtellinie", erklärte er lediglich.
Was war passiert? Götzes damaliger BVB-Vertrag enthielt eine Ausstiegsklausel über 37 Millionen Euro. Diese zog der FC Bayern, nachdem es zur Einigung mit dem späteren WM-Finaltorschützen gekommen war - und den Schwarz-Gelben waren in der Personalie die Hände gebunden.
Struth war laut eigener Aussage gar nicht begeistert vom Wechsel seines Klienten zum FC Bayern. Er habe dabei "ein Scheißgefühl" gehabt, betonte der Berater, "und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es diesen Transfer nicht gegeben".
Letztlich schlug Götze beim FC Bayern auch bei weitem nicht so ein, wie von ihm und auch vom deutschen Rekordmeister erwartet und erhofft.
Erst vom BVB zum FC Bayern - und dann zurück
Nach drei Jahren mit insgesamt 114 Pflichtspielen (36 Tore, 24 Vorlagen) verließ er die Münchner im Sommer 2016 schon wieder - und kehrte ausgerechnet zum BVB zurück.
Struth und Götze beendeten damals ihre Zusammenarbeit. "Das war einer der emotionalsten Momente, die ich als Berater je erlebt habe", sagte der Chef der Kölner Agentur Sports360. Erst seit 2021 arbeiten Götze und Struth wieder zusammen.
Darin schreibt Struth über den Zoff mit Zorc unter anderem: "Er warf mir alle Beleidigungen an den Kopf, die die deutsche Sprache hervorgebracht hat, eine nach der anderen, minutenlang. Ich sagte nur einen Satz. 'Ich kann deinen Zorn verstehen. Aber ich kann es nicht ändern.'"



























