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Führende falsch abgebogen

Lauf-Drama: Ausrichter erklärt Desaster und macht Preisgeld-Ansage

Jessica McClain (m/hier bei der WM 2025) wurde um den Sieg gebracht
Jessica McClain (m/hier bei der WM 2025) wurde um den Sieg gebracht
Foto: © IMAGO/Kenjiro Matsuo
04. März 2026, 08:52
sport.de
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Ein gewaltiger Fauxpas bei den Halbmarathon-Meisterschaften in Atlanta (USA) sorgt in der Lauf-Szene für Kopfschütteln. Nun hat der lokale Ausrichter reagiert und erklärt, wie es zu dem Fehler bei der Streckenführung kam. Gibt es doch noch ein Happy End für die um den Sieg gebrachte Jessica McClain?

Der peinliche Fehler bei den Halbmarathon-Meisterschaften in den USA beschäftigt die Lauf-Welt. Der Atlanta Track Club bringt nun etwas mehr Licht ins Dunkle. 

In einem Statement erläuterte der lokale Ausrichter, wie es zu dem verheerenden Fehler kam. Die Strecke war ursprünglich korrekt abgesperrt und mit Polizei-Posten gesichert gewesen.

Doch ungefähr 13 Minuten bevor die Führende Jessica McClain die Kreuzung erreichte, bei der das Führungsfahrzeug falsch abbog, erhielten die Polizeibeamten einen Funkspruch, dass ein Kollege verletzt worden sei und Hilfe benötige. Die eingesetzte Polizeistreife verließ daraufhin kurzfristig ihre Position. Einige wichtige Kreuzungen waren daher entlang der Strecke nicht mehr besetzt und abgesichert.

Auch die Absperr-Kegel an entsprechender Kreuzung wurden nicht neu positioniert. Das Polizeimotorrad bog kurz darauf falsch ab, das Führungsfahrzeug folgte und nahm den falschen Weg abseits der Rennstrecke.

Top-Trio muss umdrehen und verliert Führung

Mit großen Konsequenzen. Das Trio Jessica McClain, Emma Grace Hurley und Ednah Kurgat folgte dem falsch abgebogenen Führungsfahrzeug. Erst nach einiger Zeit bemerkte ein Streckenposten den Fehler. Die Läuferinnen machten einen U-Turn und kehrten auf den richtigen Weg zurück. Sie legten ungefähr 1000 Meter zusätzlich zurück, verloren über zwei Minuten und ihre Führung. 

Der Atlanta Track Club übernahm die volle Verantwortung. 

McClain verpasste durch den Sieg das Preisgeld und die Nominierung für das US-Team bei den anstehenden Weltmeisterschaften 2027 in Kopenhagen.  

Immerhin monetär sollen die Drei entschädigt werden. Der Atlanta Track Club kündigte an, das Preisgeld entsprechend anzupassen: McClain soll die Siegprämie erhalten, Hurley und Kurgat das kombinierte Geld für Platz zwei und drei, obwohl sie offiziell nicht auf diesen Positionen geführt werden.

Offen ist weiter, ob die drei dennoch für das US-Team bei der WM nominiert werden. "Die Mannschaft wird erst im Mai offiziell ausgewählt. Die USATF wird die Ereignisse in Atlanta sorgfältig prüfen", teilte der Verband mit. "Wir verstehen zwar, dass die Athleten eine rasche Klärung dieser Angelegenheit wünschen, aber unser Verfahren wird sicherstellen, dass die endgültige Entscheidung im besten Interesse aller beteiligten Athleten getroffen wird."

Auf Social Media hatten sich die drei schnellsten Läuferinnen dafür ausgesprochen, dass McClain, Hurley und Kurgat die Plätze im Team bekommen sollten.

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