Mitte Januar zog Eintracht Frankfurt die Reißleine und trennte sich von Trainer Dino Toppmöller, der seit dem Sommer 2023 die Zügel bei der SGE in der Hand hielt. Nun kam ans Licht, was dem 45-Jährigen 2025/26 zum Verhängnis wurde.
"Intern", so will die "Sport Bild" erfahren haben, soll Dino Toppmöller bei Eintracht Frankfurt schlicht nicht genug durchgegriffen haben. Daraus resultierend habe ein gewisser "Schlendrian" Einzug erhalten.
Konkret soll Toppmöller beim Thema Unpünktlichkeit häufiger ein Auge zugedrückt haben. Auch kleinere Disziplinlosigkeiten, wie die uneinheitliche Kleidungswahl bei Sponsorenterminen soll Toppmöller nicht angeprangert haben. Auch sollen Mitglieder des Funktionsstabes teilweise den eigentlichen Rahmen ihrer Aufgaben überschritten haben.
Gipfel des Eisberges: Mannschaftsarzt Fabian Plachel soll vor dem Ligaspiel in Heidenheim den gegnerischen Angreifer Matthias Honsak behandelt haben - ohne die SGE darüber zu informieren. Plachel wurde anschließend von seinen Aufgaben entbunden.
Toppmööler-Nachfolger mit klaren Worten bei Eintracht Frankfurt
Zwar, so betont der Bericht, liegt dieses erwähnte Drumherum grundsätzlich nicht in den Händen des Trainers, sondern zählt zum Aufgabenbereich von Sportdirektor Timmo Hardung und Lizenspielerleiter Christoph Preuß, von Toppmöller habe man allerdings erwartet, zumindest das Duo bei Verfehlungen in die Pflicht zu nehmen.
Albert Riera, der inzwischen das Ruder bei den Hessen übernommen hat, soll übrigens genau dies schon zu Beginn seines Engagements getan haben, als einige Spieler nicht pünktlich im Teambus saßen. Der Spanier habe die Verantwortlichen "gehörig zusammengefaltet", heißt es.
Dass Toppmöller grundsätzlich allerdings in Frankfurt fachlich und menschlich sehr geschätzt wurde, betonte unlängst Eintrachts Vorstandssprecher Axel Hellmann: "Ich empfinde jede Trainerentlassung als Niederlage. Mit einem Trainer wie Dino Toppmöller hat man sich einiges vorgenommen. Er ist ein Trainer, der im Sinne des Klubs arbeitet. Er hat die Eintracht verstanden und gefühlt", so Hellmann, die Entlassung sei "schmerzhaft" gewesen.





























