Der FC Bayern hat den Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund mit 3:2 gewonnen und damit wohl den entscheidenden Schritt Richtung Meisterschaft gemacht. Im Duell mit dem BVB wurden allerdings auch Schwächen deutlich, wie Trainer-Ikone Peter Neururer hervorhob.
"Bei Standardsituationen sind sie sehr, sehr anfällig", legte Peter Neururer in seiner "Wettfreunde"-Kolumne den Finger in die Wunde des FC Bayern, der bei ruhenden Bällen zuletzt oftmals schlecht aussah. Auch der zwischenzeitliche Führungstreffer der Dortmunder durch Nico Schlotterbeck entstand auf diese Weise.
An den Schwierigkeiten bei Standards müsse das Team von Vincent Kompany "wirklich arbeiten, wenn es international weitergehen soll", warnte Neururer den deutschen Rekordmeister, der im Achtelfinale der Champions League auf BVB-Schreck Atalanta Bergamo trifft.
Zugleich lobte der 70-Jährige die Bayern für ihr Comeback in Dortmund. Das Starensemble von der Säbener Straße sei angesichts von nun elf Punkten Vorsprung "in diesem Jahr mit Sicherheit nicht mehr einzuholen", legte sich Neururer fest.
Vom Top-Spiel im Signal Iduna Park fühlte er sich derweil bestens unterhalten. "Das war Werbung für den Fußball, das war Werbung für die Bundesliga. Ein unglaubliches Spiel mit unglaublichen Szenen", schwärmte Neururer und fügte an: "Besser kann man kaum Fußball spielen, von beiden Seiten, das muss man sagen."
Er habe am Samstagabend ein "großartiges Spiel mit großartigen Spielern" gesehen, es sei "ein Erlebnis" gewesen.
Neururer fühlt mit BVB-Pechvogel Can
Mitgefühl zeigte Neururer mit Borussia-Kapitän Emre Can, der sich einen Kreuzbandriss zuzog und monatelang ausfällt. "Das tat sehr, sehr weh", sagte er. Der 32-Jährige sei die "tragische Person" der Partie gewesen.
Was die Diskussionen um Nico Schlotterbeck angeht, der gegen die Bayern früh hätte vom Platz fliegen können, hielt sich Neururer unterdessen zurück. "Ob gerecht oder nicht, das lassen wir mal hingestellt", blieb der ehemalige Übungsleiter des FC Schalke 04 vage.



























