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"Es wäre etwas egoistisch ..."

F1-Pilot stellt Cockpit-Comeback "hintan"

Ersatzfahrer bei Haas: Ex-Alpine-Pilot Jack Doohan
Ersatzfahrer bei Haas: Ex-Alpine-Pilot Jack Doohan
Foto: © IMAGO/DeFodi.de
03. März 2026, 13:21
sport.de
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Hinter dem neuen Haas-Reservepiloten Jack Doohan liegen schwere Monate. Natürlich will der Australier gerne schnellstmöglich zurück in ein Stammcockpit in der Formel 1 steigen, Ansprüche stellt er deswegen aber keine. Die Unterstützung für die Platzhirsche hat Vorrang.

Den Gedanken an ein Formel-1-Comeback als Stammfahrer hat Jack Doohan noch nicht verworfen, wie er im Gespräch mit "f1.com" verriet. "Wenn sich alles gut entwickelt und sich die Gelegenheit ergibt, werde ich sie natürlich sofort ergreifen", so der neue Ersatzmann bei Haas, der jedoch sofort betont: "Bis dahin konzentriere ich mich aber ehrlich gesagt darauf, den Jungs bestmöglich zu helfen."

Es sei "extrem wichtig, dass sie unter den neuen Bedingungen ihr Bestes geben, um dem Team die besten Chancen für die Zukunft zu sichern", führte Doohan aus. Und: "Es wäre etwas egoistisch, jetzt an mich selbst zu denken. Ich stelle das hintan, und wenn ich einen Beitrag leisten kann, der dem Team weiterhilft, bin ich sicher, dass mir das auch nicht schaden wird."

Haas geht wie im Vorjahr mit Oliver Bearman und Esteban Ocon an den Start.

Doohan über Alpine: "Es war eine harte Zeit"

Mit dem Franzosen Ocon hatte Doohan bereits im Jahr 2024 Kontakt, als beide bei Alpine unter Vertrag standen. Kurz vor dem Saisonende hatte sich der Rennstall damals von Ocon getrennt, sodass der Rookie seine Chance erhielt und übernahm. Als Stammfahrer ging er dann in die Saison 2025.

Dort hielt er sich allerdings nur fünf Rennen, nach seinem Unfall beim Großen Preis von Miami wurde er durch Franco Colapinto ersetzt - der Beginn einer Abwärtsspirale. "Es war eine harte Zeit", so der 23-Jährige rückblickend. In der achten Staffel der Netflix-Serie "Drive to Survive" hatte Doohan etwa offenbart, in jener Zeit sogar Morddrohungen erhalten zu haben.

Über seine Arbeit bei Alpine sagt er nun: "Ich hätte eigentlich genug Zeit im Auto haben sollen, und ich dachte auch, ich würde genug Zeit haben, aber es war ganz klar, dass Miami mein letztes Rennen sein würde, also war mein Schicksal quasi besiegelt. Ich lebte wohl immer auf Zeit, und es ist schwierig, das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen, wenn man weiß, was kommt. Ehrlich gesagt war es sehr schade, aber ich versuche, das hinter mir zu lassen und neu anzufangen."

Es wäre "natürlich ein Traum, die Chance zu bekommen", noch einmal als Stammfahrer in der Formel 1 zu fahren. Bei Haas habe er sich derweil "von Anfang an sehr wohl gefühlt und es hat mir großen Spaß gemacht, einen Neuanfang zu wagen".

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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