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Nach Sturz und 60 Kilometer Allein-Fahrt

Bizarrer Eklat: Solo-Sieger wird Triumph aberkannt

Das Team General Store – Essegibi – F.lli. im Jahr 2025
Das Team General Store – Essegibi – F.lli. im Jahr 2025
Foto: © IMAGO/Tommaso Berardi
03. März 2026, 11:52
sport.de
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Die strengen technischen Regeln haben am Wochenende einem italienischen Radprofi den Sieg gekostet. Trotz überragender Solo-Fahrt wurde ihm der Titel wieder aberkannt. Das sorgt für Diskussionen.

Der umjubelte Sieg hielt nicht lange. Der italienische Radprofi Filippo D’Aiuto vom Team General Store – Essegibi – F.lli.  hat am Wochenende das 168 Kilometer lange Straßenrennen Memorial Polse in Italien gewonnen. Dann kam es zu einer kontroversen Entscheidung der Regelhüter.

Nach seiner starken Solofahrt über 60 Kilometer wurde der Sieg nachträglich von der Jury aberkannt.  Der italienische Fahrer wurde disqualifiziert, weil laut UCI-Reglement der Abstand zwischen seinen Bremshebeln nicht den Vorschriften entsprach.

Die Jury erklärte, dass die Position der Brems- und Schalthebel nach einem Sturz auf einem Schotter-Abschnitt nicht mehr den zulässigen Vorgaben entsprochen habe. Aus Sicht der Offiziellen handelte sich also um eine Nichteinhaltung des Reglements, obwohl D’Aiuto die Fahrt mit einem reglementär ausgestatteten Rad begonnen hatte.

Die Disqualifikation führte zu Diskussionen in der Szene. Denn D'Aiutos Team erklärte, die beanstandete Veränderung sei infolge eines Sturzes geschehen und nicht beabsichtigt gewesen. Die Strafe wertete der Rennstall als unangemessen hart. 

Team und Fahrer reagieren mit deutlichem Statement

"Filippo D’Aiuto startete mit einem in allen Komponenten korrekt eingestellten Fahrrad ins Rennen. Der Sturz, den er auf dem Schotterabschnitt erlitt, führte zu einer Veränderung der Position der Hebel, die aufgrund des Aufpralls näher beieinander lagen als zulässig", schrieb das Team in einem Statement. 

"Das Team nimmt die Entscheidung der Jury zur Kenntnis und respektiert sie, obwohl es sie angesichts der hervorragenden Leistung von D'Aiuto, der nach einer 60 km langen Solo-Fahrt als Erster die Ziellinie überquerte, scharf kritisiert", heißt es weiter. 

Der Unglücksrabe war nach der Entscheidung mehr als bedient.  "Ich habe gewonnen, mehr gibt es dazu nicht zu sagen", sagte er zu "Ciclismoweb" nach dem Rennen.  "Ich bin gestürzt, wodurch meine Bremshebel nach innen gebogen wurden. Man hat mir den Sieg aberkannt, weil die Hebel nicht den Vorschriften entsprachen."

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