Etwas mehr als drei Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) nehmen die Spekulationen und Diskussionen zu, wen Bundestrainer Julian Nagelsmann in den WM-Kader der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft berufen sollte. Als größte Problemzone gilt dabei aktuell die Mittelstürmer-Position. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bringt in dieser Frage eine neue Idee auf den Tisch.
Bundestrainer Nagelsmann selbst hatte im "kicker"-Interview eingeräumt, dass ihm die derzeitige Verfassung der vermeintlichen deutschen Top-Stürmer Kopfschmerzen bereite: "Das ist zumindest auch eine Baustelle, die wir schließen müssen", so der 38-Jährige vor dem Hintergrund, dass sich Nick Woltemade (Newcastle United) und Niclas Füllkrug (AC Mailand) zuletzt nicht in guter Form präsentierten und andere Alternativen wie Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach) und Kai Havertz (FC Arsenal) verletzt beziehungsweise nicht hundertprozentig fit sind.
Ex-Weltmeister Lothar Matthäus schlägt vor diesem Hintergrund eine ganz andere Variante vor: "Die Mittelstürmer-Position macht nicht nur Nagelsmann aktuell Sorgen. Ändert sich an dieser Situation im Sturm bis zur WM nichts, wäre eine Möglichkeit, auf ein System mit einer verkappten Neun umzustellen", wurde der 64-Jährige in der "Bild" zitiert.
In den letzten Jahren hatte es vereinzelt immer mal wieder solche Formationen ohne einen klassischen Mittelstürmer gegeben. Die sogenannte Falsche Neun wurde dabei beispielsweise von Mario Götze, Thomas Müller oder Kai Havertz bekleidet.
Serge Gnabry und Deniz Undav als Falsche Neun?
Für die bevorstehende WM sieht TV-Experte Lothar Matthäus für diese Rolle aber andere Personalien als bevorzugte Alternativen: "Tatsächlich sehe ich da Serge Gnabry als gute Lösung. Auch bei Bayern ist er als Backup für Harry Kane eingeplant. Sein Herausforderer wäre dann Deniz Undav. So wie er bei Stuttgart in der Spitze auch mal Demirovic vertritt, könnte Undav das auch beim DFB machen."
Sowohl Serge Gnabry beim FC Bayern als auch Deniz Undav beim VfB Stuttgart spielen eine durchaus starke Bundesliga-Saison. Gnabry hat unter Cheftrainer Vincent Kompany zwar keinen Stammplatz inne, bringt es in seinen 1077 Einsatzminuten in der laufenden Bundesliga-Spielzeit aber auf starke zwölf direkte Torbeteiligungen.
Im DFB-Dress weist der 30-Jährige ohnehin seit Jahren eine Top-Quote auf, hat Gnabry doch in 57 A-Länderspielen bereits 25 Tore geschossen.





























