Nach Ansicht von Formel-1-Experte Martin Brundle wird Superstar Max Verstappen nicht mehr allzu lange in der Motorsport-Königsklasse an den Start gehen.
"Er ist so leicht zu durchschauen, er ist so ungefiltert", sagte der frühere Rennfahrer bei "Sky Sports" mit Blick auf Verstappen und einen möglichen Angriff des 28 Jahre alten Niederländers auf den Thron des Formel-1-Rekordweltmeisters. "Er sagt: 'Ich bin nicht auf lange Sicht dabei. Ich werde nicht anfangen, die Spitzenplätze in der Meisterschaftstabelle zu jagen.'"
Finanzielle Anreize spielen für Verstappen laut Brundle ohnehin längst keine Rolle mehr bei seiner Zukunfsplanung. "Er hat schon mehr Geld als Gott. Das ist also nicht ausschlaggebend dafür, ob er Spaß daran hat oder nicht", sagte der Ex-Formel-1-Pilot.
Wie lange fährt Verstappen also noch in der wichtigsten Rennserie der Welt? "Er liebt GT-Rennen, er liebt Sim-Racing, er liebt alle möglichen Dinge. Deshalb glaube ich nicht, dass er in zehn Jahren noch dabei sein wird", betonte Brundle.
Formel-1-Abschied? Max Verstappen lässt (mal wieder) aufhorchen
Verstappen selbst liebäugelt immer wieder öffentlich mit einem Formel-1-Abschied. Zuletzt äußerte er sich am Rande der Testfahrten in Bahrain in diese Richtung und übte gleichzeitig scharfe Kritik am neuen Reglement.
Das Racing sei nun "ein wenig wie Formel E auf Steroiden", unkte Verstappen, er vermisse "das originale Formel-1-Gefühl. Als Fahrer genieße ich es, Vollgas zu geben. Im Moment kann ich das aber noch nicht tun. Diese Autos machen ehrlich gesagt nicht viel Spaß. Ich würde sagen, das richtige Wort ist Management. Vieles, was man als Fahrer tut, hat einen enormen Einfluss auf den Energieverbrauch."
Der viermalige Weltmeister ergänzte: "Wenn das Fahren keinen Spaß macht, denkt man über Alternativen nach. Wenn man schon alles gewonnen hat, bieten sich viele andere spannende Dinge an, die man machen könnte."



