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"Weiß nicht, ob ich jemals bei 100 Prozent sein werde"

Biathlon-Talent äußert große Zukunftssorgen

Das französische Biathlon-Talent Anaelle Bondoux hat einen langen Leidensweg hinter sich
Das französische Biathlon-Talent Anaelle Bondoux hat einen langen Leidensweg hinter sich
Foto: © IMAGO/Harald Deubert
03. März 2026, 10:11
sport.de
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In der Saison 2023/24 klopfte die französische Nachwuchs-Biathletin Anaelle Bondoux dank starker Leistungen im IBU-Cup an der Weltcup-Tür an. Nach einem Trainingssturz im Herbst 2024 folgte ein komplizierter Winter, der letztlich in einer langen Zwangspause endete. Ob die heute 21-Jährige ihre Bestform überhaupt noch einmal erreichen wird, weiß sie selbst nicht. 

Nach dem Winter 2023/24 sprach vieles dafür, dass Anaelle Bondoux schon bald auf der Weltcup-Bühne für Schlagzeilen sorgen würde. Die Französin beendete die Saison in der IBU-Cup-Gesamtwertung auf Platz vier und ließ dabei unter anderem die heutigen Olympiasiegerinnen Maren Kirkeeide und Océane Michelon hinter sich. 

Doch der Aufstieg der heute 21-Jährigen wurde ausgebremst - erst durch einen Trainingssturz im Herbst 2024, dann durch eine Daumen- und schließlich eine Knieverletzung. Ihr letzter internationaler Rennstart liegt mittlerweile knapp 15 Monate zurück. Das Ende ihrer Leidenszeit ist noch nicht abzusehen, wie sie dem "Nordic Magazine" schilderte. 

Biathlon-Talent spricht offen über Trainingsfehler

Erst im vergangenen November habe sie wieder eine leichte Trainingseinheit auf Skiern absolvieren können. "Und das war nicht so leicht, weil ich immer noch Schmerzen hatte", berichtete sie. Mittlerweile verfolge sie wieder ein neues Trainingsprogramm, das auf ihre Bedürfnisse und eingeschränkten körperlichen Fähigkeiten zugeschnitten ist. 

Im Laufe ihrer Reha habe sie rückblickend Fehler erkannt. "Ich habe realisiert, dass alles, was mir im letzten Jahr passiert ist, von zu viel Training in Verbindung mit einem Energiedefizit stammt. Leider gibt es davon viele Menschen im Sport und es ist wichtig, darüber zu reden", erklärte die junge Französin. 

"Ich tanze immer noch auf einem Seil"

Mittlerweile fühle sie sich zwar besser, "aber ich habe mich noch nicht vollständig erholt. Und ich weiß nicht, ob ich jemals wieder bei 100 Prozent sein werde. Ich tanze immer noch auf einem Seil und weiß, dass ich vorsichtig sein muss", konnte und wollte sie keine Reha-Prognose abgeben. 

Möglich ist, dass sie noch in dieser Saison im französischen Pokal einen ersten Rennstart wagt. "Je nachdem, wie sich die Dinge entwickeln, ist das möglich, aber nichts ist garantiert", zeigte sie sich diesbezüglich aber nur vorsichtig optimistisch. 

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