Seit ihrem Wechsel vom Langlauf- in den Biathlon-Weltcup hat Anamarija Lampic am Schießstand zu kämpfen. Mit ihren Problemen soll bald Schluss sein. Ein neu entwickelter Schieß-Simulator soll ihr und dem Rest der slowenischen Mannschaft dabei helfen, die Trefferquote dauerhaft zu erhöhen.
Läuferisch ist Anamarija Lampic im Biathlon-Weltcup über jeden Zweifel erhaben. In der Saison 2025/26 liegt die Slowenin in der Laufzeiten-Tabelle auf Platz zwei, in den drei Jahren davor beendete sie die Saison jeweils auf dem ersten Platz. So weit, so gut.
Ganz anders sieht es dagegen am Schießstand aus. Hier hat die ehemalige Weltklasse-Langläuferin noch immer zu kämpfen. In diesem Winter etwa steht sie bei einer Gesamt-Trefferquote von nur 62 Prozent. Von den 60 Biathletinnen, die in der aktuellen Saison mindestens zehn Rennstarts auf dem Konto haben, ist das der mit Abstand schlechteste Wert.
Bei der Lösung des Problems bekommt Lampic nun schlagkräftige Hilfe. Wie sie unter das Tech-Unternehmen Guardiaris bekanntgaben, wird es in den kommenden Wochen und Monaten zu einer Zusammenarbeit kommen. Geplant ist der Bau eines brandneuen Schieß-Simulators, der Lampic und dem Rest des slowenischen Teams dabei helfen soll, die Trefferquote zu erhöhen.
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Biathlon-Star setzt auf "direktes Feedback"
"Das ist eine großartige Möglichkeit für mich, meine Fähigkeiten zu verbessern, weil ich im Simulator jederzeit und überall trainieren kann. Das ist vor allem wichtig, wenn die Wetterbedingungen nicht ideal für das Training sind. Dazu ist es ein technologisch fortschrittlicher Simulator, die mir direktes Feedback gibt, was ich verbessern muss", sagte Lampic bei der Präsentation des neuen Projekts, für das kein genauer Zeitplan genannt wurde.
Die Zusammenarbeit von Biathlonverbänden und Tech-Unternehmen ist keine Seltenheit. Auch die deutsche Mannschaft suchte in den letzten Jahren einen Vorsprung durch Technik. Im Jahr 2023 testeten die DSV-Stars zum Beispiel im BMW-Windkanal. Herauskam eine technische Innovation in Form einer Spezialfolie, die auf den Gewehren angebracht wurde.

