Nachdem Stefan Kraft die Weltcup-Saison 2024/25 noch konstant in der Weltspitze mitmischen konnte, ist der Österreicher in diesem Winter oft nur ein Schatten seiner selbst. Auch beim Heim-Skifliegen am Kulm lief es für den Routinier überhaupt nicht rund. Ein TV-Experte betrachtet die Situation mit Sorge.
Nachdem sich Stefan Kraft in der Qualifikation als 40. gerade noch so für die Wettkämpfe in Bad Mitterndorf qualifiziert hatte, landete der 32-Jährige am Samstag immerhin noch auf dem 16. Platz. Am Sonntag lief beim Team-Olympiasieger von 2022 gar nichts zusammen, als 29. beendete er den Heim-Weltcup nach dem zweiten Durchgang als Zweitletzter.
"Beim Skifliegen muss ein Fluss da sein. Ich habe bei jedem Sprung die Hoffnung, dass es gehen könnte, weil ich weiß, dass ich es kann. Das muss ich jetzt einmal verarbeiten und schlucken. Jetzt bin ich schon sehr froh, dass es nach Hause geht", betonte Kraft nach der Enttäuschung am Kulm am Sonntag gegenüber dem "ORF".
Skispringen: Kraft seit Dezember im Formtief
TV-Experte Andi Goldberger versteht nicht, warum der dreifache Gesamtweltcup-Sieger, der schon den gesamten Winter über mit Problemen zu kämpfen hat, einfach nicht in Fahrt kommt. "Es tut einem beim Zuschauen weh", kommentierte der 53-Jährige die Situation seines Landsmannes: "Es ist ein großes Rätsel."
Nachdem Kraft die Weltcup-Saison mit starken Ergebnissen in Lillehammer begonnen hatte, lief es mit einem Sieg in Falun und einem Podestplatz in Klingenthal auch bei den darauffolgenden Stationen rund. Doch danach ging bei dem Routinier nur noch wenig. Auch bei der Vierschanzentournee sprang der 32-Jährige nur hinterher.
Bei den verbleibenden Weltcup-Springen im finnischen Lahti, am Holmenkollen, in Vikersund und Planica hat Kraft die Chance, die Saison noch mit dem einen oder anderen Erfolgserlebnis abzuschließen. Als Zehnter des Gesamtweltcups geht der Österreicher in den Endspurt.
