Der frühere Formel-1-Fahrer Mick Schumacher benötigt bei seinem Debüt in der US-amerikanischen IndyCar-Serie eine große Aufholjagd, um für seinen Rennstall Rahel Latterman Lanigan Racing ein Top-Ergebnis einzufahren.
Bei seiner IndyCar-Premiere am Sonntag (18:29 Uhr MEZ) in St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida wird Mick Schumacher lediglich vom 21. Rang aus starten. Der 26-Jährige war im Qualifying nicht über eine Rundenzeit von 1:01.3983 Minuten hinausgekommen. Die Pole Position auf dem 2,8 Kilometer langen Stadtkurs ging an Scott McLaughlin (1:00.5426 Min.).
Das Qualifying war in zwei Gruppen aus zwölf bzw. 13 Fahrer aufgeteilt worden, die besten sechs jeder Gruppe landen in Q2. Schumacher bekam bereits im ersten Q1-Anlauf einen frischen Satz weicher Reifen aufgezogen, führte das Feld daher zur Halbzeit an. Seine Konkurrenten wählten zunächst die harte Mischung und reichten den Deutschen letztlich durch.
"Ehrlich gesagt hatten wir ein richtig gutes Auto", sagte Schumacher hinterher: "Wir haben einige große Änderungen daran vorgenommen, und alle wiesen in die richtige Richtung. Das haben wir wohl schon beim ersten Reifen gesehen."
Der IndyCar-Neuling führte aus: "Viele andere Fahrer sind natürlich auf schwarze Reifen umgestiegen, wir aber direkt auf rote. Dadurch ergibt sich ein gewisser Zeitunterschied. Leider hatten wir beim zweiten Reifensatz in der ersten Runde viel Verkehr, was eigentlich schon gereicht hätte, um weiterzukommen." Schumacher müsse nun genauer analysieren, warum keine bessere Zeit herausgesprungen ist.
Die rote Reifenmischung habe sich dennoch "gut angefühlt", gab er sich hoffnungsvoll, sich im Rennen "nach vorne arbeiten" zu können. Mick Schumachers bilanzierte: "Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung an diesem Wochenende. Jetzt müssen wir dem Ganzen noch die Krone aufsetzen und ein gutes Rennergebnis erzielen, selbst von unserem jetzigen Standpunkt aus. Ich denke, als Team können wir das schaffen."
Ex-Formel-1-Fahrer in der ersten Startreihe
In der ersten Startreihe neben Pole Setter Scott McLaughlin (Penske) aus Neuseeland beginnt der frühere Formel-1-Fahrer Marcus Ericsson (Andretti). Es folgen der überraschend starke Rookie Dennis Hauger (Dale Coyne Racing) und Titelverteidiger Alex Palou (Chip Ganassi).
Auch Schumacher ist Rookie, allerdings mag er den Begriff nicht. "Ich sehe es nicht als Rookiejahr und erlaube mir auch keine Anfängerfehler", sagte er vor seinem Debüt. Dennoch wird er in den USA als Neuling geführt, auch wenn er als Rennfahrer über reichlich Erfahrung verfügt.
Von 2021 bis 2022 lebte er seinen Traum als Formel-1-Pilot bei Haas, ehe er vor die Tür gesetzt wurde. Nach einem Jahr als Ersatzfahrer bei Mercedes absolvierte er zwei Jahre für Alpine in der Langstrecken-WM, wo er auch am Klassiker 24 Stunden von Le Mans teilnahm. Nun folgt der Neustart bei seinem IndyCar-Debüt von Platz 21 aus.

