Aston Martin erlebte bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain ein Debakel, immer wieder blieb der grüne Renner stehen. Motoren-Partner Honda nennt Gründe für die erheblichen Probleme.
Dass die Formel-1-Teams bei den ersten Testfahrten des Jahres angesichts des völlig neuen technischen Regelwerks Probleme haben würden - damit war zu rechnen.
Wie schlecht sich der mit gewaltigen Millionenspritzen von Milliardär Lawrence Stroll aufgerüstete Rennstall von Aston Martin mit dem neuen Honda-Motor im Heck präsentierte, war so aber nicht zu erwarten.
Mickrige 2.115 Kilometer standen nach dem Shakedown in Barcelona und den zwei Testphasen in Bahrain auf dem Aston-Martin-Tacho. Zum Vergleich: Neueinsteiger Audi spulte mehr als doppelt so viele Kilometer (4.942) ab, Ex-Honda-Partner Red Bull, das erstmals mit eigenen Motoren antritt, sammelte 10.506 Kilometer.
Am letzten Testtag in Bahrain reichte es für Aston Martin nur noch zu sechs Installationsrunden - Honda hatte schlichtweg nicht mehr genug Batterien dabei.
Formel 1: Aston Martin stottert wegen Honda-Vibarionen
Vor allem auf Motorenseite kämpft Aston Martin und sein Exklusiv-Partner Honda mit großen Problemen. Im Gespräch mit der japanischen Ausgabe von "Autosport" nannte Honda Details. Demnach haben heftige Vibrationen des V6-Verbrenners die Batterie immer wieder beschädigt.
"Die während der Tests abnormalen Vibrationen führten zu Schäden am Batteriesystem, was der Hauptgrund für den Abbruch war", erläuterte Honda-Mann Ikuo Takeishi mit Blick auf den fünften Testtag, an dem Fernando Alonso immer wieder stehen blieb.
"Wir haben das Auto gestoppt, weil wir der Meinung waren, dass es in diesem Zustand nicht weiterfahren sollte", gab Takeishi einen Einblick: "Es war nicht so, dass ein Unfall unmittelbar bevorstand oder ähnliches, aber wir haben den Wagen angehalten, weil es gefährlich war."
Woran es genau hapert, wissen die Japaner zurzeit noch nicht, räumte Takeishi ein. "Die Vibrationen haben die Batterie beschädigt, also können wir nicht sagen, ob die Batterie selbst das Problem ist." Wahrscheinlich sei nicht ein einziges Teil das Problem, Honda sehe sich einer "herausfordernden Situation" gegenüber, eine schnelle Lösung sei keinesfalls garantiert.
Aston Martin und Honda dürften in den ersten Rennen damit beschäftigt sein, überhaupt konkurrenzfähig zu werden. Der dritte Grand Prix des Jahres findet ausgerechnet vor heimischer Kulisse in Suzuka statt. Ein Debakel auf eigenem Boden will Honda unbedingt vermeiden. "Ich arbeite darauf hin, die Vibrationen vor dem Saisonauftakt zu reduzieren, aber mein Ziel ist es, das Auto bis Suzuka in einen konkurrenzfähigen Zustand zu bringen", sagte Takeishi.


