Nach wie vor sucht das deutsche Skisprung-Team einen Nachfolger für Bundestrainer Stefan Horngacher, der seinen Posten nach der Saison 2025/26 abgibt. Ein bekanntes Gesicht aus dem Umfeld der deutschen Mannschaft hat nun verraten: Er spricht bereits mit dem DSV.
Wer der neue deutsche Skisprung-Bundestrainer wird, steht immer noch nicht fest. Mittlerweile hat sich aber eine ganz heiße Spur zu jemandem entwickelt, der schon seit einigen Monaten ganz nah an der Mannschaft dran ist: Grzegorz Sobczyk.
Sobczyk hat nun in einem Interview dafür gesorgt, dass die Spekulationen um seine Person zunehmen werden. Gegenüber "WP SportoweFakty" gab er zu, auf der Kandidatenliste des DSV zu stehen.
Auf die Frage, ob er ein Angebot vom deutschen Verband vorliegen habe und Horngachers Erbe antreten werde, sagte Sobczyk: "Die Gespräche laufen noch. Es ist nicht so, dass es nicht diskutiert wird. Aber die Entscheidung und wie sie verkündet wird, wird erst in letzter Minute fallen."
Sobczyk ist schon beim deutschen Skisprung-Team
Sollte der Pole den Zuschlag bekommen, würde das wohl auf direkte Empfehlung Horngachers geschehen. Die beiden Coaches haben eine gemeinsame Vergangenheit. Von 2016 bis 2019 arbeitete Sobczyk in der polnischen Mannschaft bereits als Assistent Horngachers. Ihre Wege trennten sich anschließend, aber Kontakt blieb bestehen.
In der laufenden Saison wurde bekannt, dass Sobczyk, mittlerweile Trainer des Bulgaren Vladimir Zografski, auf Einladung Horngachers seit 2024 gemeinsam mit seinem Schützling bei der deutschen Mannschaft mittrainiert. "Er hat mich vorher lange beobachtet und mich getestet, bevor er mir das vorgeschlagen hat", plauderte Sobczyk dazu Ende 2025 aus.
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Der polnische Coach hat in seiner Zeit als Gast der deutschen Mannschaft offenbar einen so guten Eindruck hinterlassen, dass er nun sogar als Horngacher-Erbe infrage kommt. DSV-Sportdirektor Horst Hüttel erklärte während Olympia bereits, dass Gespräche mit Trainern im Hintergrund laufen. Konkrete Namen nannte er allerdings nicht.
Erst jüngst als Horngacher-Erbe gehandelt worden war unter anderem Alexander Stöckl, der die Norweger einst an die Weltspitze führte, sich dann nach einem gescheiterten Experiment beim polnischen Verband aber zurückzog. Stöckl selbst wiegelte auf "t-online"-Nachfrage ab und erklärte kurz und knapp: "Ich habe keine Pläne für eine Rückkehr."



