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Sorgt ein Kölner für Aufruhr?

Deutscher Tight End will beim NFL Combine hoch hinaus

Video: Kölner Tight End mittendrin beim NFL Combine
27. Februar 2026, 10:18
sport.de
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Aktuell läuft in Indianapolis das NFL Combine. Über 300 College-Talente werden von den NFL-Teams auf Herz und Nieren geprüft und wollen sich in eine gute Ausgangslage für den Draft bringen. Unter ihnen ist mit Marlin Klein auch ein Deutscher.

Der Tight End der University of Michigan verließ mit 15 Jahren seine Heimat nahe Köln, um den Traum von der National Football League Wirklichkeit werden zu lassen. Nun steht er kurz davor, sich diesen Traum zu erfüllen. Hierfür brauchte er allerdings viel Willen und Durchsetzungsvermögen.

"Meine Eltern haben mir immer schon gesagt: 'Was du anfängst, machst du auch zu Ende'", erklärte Klein in einer Medienrunde beim NFL Combine auf die Frage, ob er nach nur wenigen Einsätzen in den ersten beiden Jahren an einen Wechsel dachte. 

"Deshalb bin ich in Michigan geblieben. Ich habe dort einen Championship-Titel geholt und alles erreicht, was man auf dem College erreichen kann. Es war keine leichte Zeit. Ich bin aufgewachsen und war immer der größte, der schnellste, der Top-Schüler, der Top-Sportler und dann bist du erstmal hinten dran. Das war in den ersten beiden Jahren nicht einfach. Aber ich habe mich durchgekämpft, habe von den Jungs gelernt. Ich sage immer: 'Trust the Process' und ich habe schließlich auch noch nie hinter jemandem gesessen, der in der NFL dann nicht zum Starter wurde", beschrieb Klein seine Zeit am College.

"Ich bin als Receiver ans College gekommen und musste stärker werden, schneller werden und auch schlauer werden, weil ich aus Deutschland Football nicht so kannte, wie es die Amerikaner tun. Ich musste härter arbeiten. Doch am Ende hat es alles gut funktioniert", blickte der Tight End zurück.

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Lange Tage beim NFL Combine

Seit Montag ist Klein nun beim NFL Combine, den er als "längstes Job-Interview der Welt" beschreibt. "Eine Woche lang wird man überall beobachtet. Man weiß nicht, mit wem man redet. Es kann sein, dass du am Flughafen eine Frau triffst und mit ihr redest und sie ist die Tochter von einem Head Coach. Es ist eine spannende Woche, die einen mental fordert", erklärte der Rheinländer.

Auch körperlich stößt man beim Combine an seine Grenzen und das schon ohne die athletischen Tests. "Du stehst früh auf und hast erstmal einen Drogentest. Nach dem Frühstück geht es ins Krankenhaus, wo die Teams alles untersuchen können, was sie wollen. Am Dienstag war ich sieben Stunden im Krankenhaus. Nach dem Mittagessen hast du Gespräche mit der NFLPA, am Abend Meetings mit den Teams. Nachts ist man wieder zuhause und hat fast keine Stimme mehr", beschrieb Klein einen typischen Tag beim Combine.

Am Freitag stehen für ihn dann die athletischen Tests an, auf die er sich zwei Monate lang in Los Angeles mit anderen College-Talenten zusammen vorbereitet hat. Dort will Klein zeigen, dass er "noch schneller" ist, als die Leute denken.

Welches Team wählt Klein?

Das große Ziel von Klein ist natürlich, sich bestmöglich für den NFL Draft in Stellung zu bringen. Draft-Guru Daniel Jeremiah sagt ihm dort schon jetzt einen Pick in Runde drei voraus. Das allerdings kümmert Klein nur wenig.

"Ich interessiere mich nicht für die Meinungen der Experten. Ich bin auch nicht so auf Social Media unterwegs. Am Ende geht es sowieso um die Meinungen der Teams. Ich will am Ende einfach eine perfekte Organisation für mich bekommen. Zum Beispiel die Chiefs, wo ich von einer Legende lernen könnte. Aber es gibt viele Teams, wo ich Lust drauf hätte. Es liegt aber nicht in meiner Hand", erklärte Klein, der als seine Vorbilder neben der angesprochenen Legende Travis Kelce auch George Kittle, Tony Gonzalez und Rob Gronkowski nennt.

Zudem plauderte Klein noch ein wenig aus dem Nähkästchen und verriet, mit welchen Teams er bisher die besten Gespräche hatte. "Mit den Eagles, den Bengals, den Lions, den Texans und den Cardinals."

Welches Team ihn am Ende wählt, kann Klein nicht beeinflussen. Sicher ist für ihn, dass dieses Team einen guten Fang machen wird. "Ich würde sagen, ich bin physischer als die anderen. Ich habe keine Angst, egal wer da vor mir steht. Ich denke immer: 'Ich bring dich dahin, wo du nicht hinwillst und bin stärker als du, schneller als man denkt'", beschrieb Klein seine Stärken.

New England Patriots
New England Patriots
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Seattle Seahawks
Seattle Seahawks
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Mo, 09.02.
Beendet
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