Die Fronten zwischen der NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA sind verhärtet. Der Grund: Die alljährlichen Spieler-Umfragen der Gewerkschaft, die laut der NFL nicht zulässig sind und daher in diesem Jahr laut Entscheidung eines Schiedsgerichts nicht öffentlich werden durften. Nachdem die Umfrage-Ergebnisse nun doch durchsickerten, zeigte sich die NFL erbost.
Am späten Donnerstag machten die Ergebnisse der alljährlichen Spieler-Umfrage der NFLPA im Netz die Runde. Knallhart bewerteten 1759 Akteure ihre Teams in etlichen Kategorien. Von der Cafeteria, über den Kraftraum bis hin zu den Coaches und Owners.
Die Reaktion der NFL ließ nicht lange auf sich warten. In einer schnellen E-Mail wandte man sich an die jeweiligen Teams. Auch diese Mail sickerte durch und ist nun öffentlich gemacht worden. In der Mail riet man den Teams davon ab, die Umfrage der NFLPA zu ernst zu nehmen und vor allem nicht zu kommentieren.
Die Mail im Wortlaut:
Wir nehmen zur Kenntnis, dass die NFL Players Association heute ihre "Team Report Cards" auf ihrer nur für Spieler zugänglichen Website veröffentlicht hat und wir sind uns bewusst, dass die Medien über einige der angeblichen Ergebnisse berichten.
Wie wir bereits mitgeteilt haben, bestätigen die vom Verband und seinen Rechtsberatern während der Anhörung im Beschwerdeverfahren gemachten Eingeständnisse - darunter: (I) dass die Report Cards "Gewerkschaftsäußerungen" sind; (II) dass die Gewerkschaft auswählt, welche Themen und Antworten aufgenommen oder ausgeschlossen werden; (II) dass Spieler keine Rolle bei der Abfassung der Kommentare zu den Report Cards haben; (IV) dass die Gewerkschaft entscheidet, welche anonymen Spielerzitate aufgenommen und welche weggelassen werden; und (V) dass die Gewerkschaft festlegt, wie stark jedes Thema gewichtet wird, bevor die "Noten" vergeben werden; (VI) dass die Report Cards weder verlässlich noch wissenschaftlich fundiert sind.
Tatsächlich zeigen diese Eingeständnisse auch die fortgesetzte und konsequente Weigerung der Gewerkschaft, Daten oder Informationen über das Verfahren offenzulegen, das sie fälschlicherweise als "wissenschaftlich fundiert" darzustellen versucht.
Angesichts dieser erheblichen eingeräumten Einschränkungen empfehlen wir weiterhin, dass Klubs dem Feedback und den Informationen ihrer eigenen Spieler Vorrang einräumen, anstatt sich auf die von der NFLPA Agenda-getriebene Maßnahme zu verlassen. Darüber hinaus empfehlen wir, dass Klubs davon absehen, sich öffentlich zu der angeblichen Umfrage und den Ergebnissen der Report Cards zu äußern oder sich daran zu beteiligen. Dies würde lediglich der Medienkampagne der Gewerkschaft Glaubwürdigkeit verleihen.
NFL Report Cards: Dolphins Top, Steelers Flop
Insgesamt schnitten im Übrigen die Miami Dolphins bei der Umfrage am besten ab, während die Pittsburgh Steelers am Ende der Rangliste landeten. Wer sich die gesamte Umfrage anschauen möchte kann dies hier machen.
Mehr dazu:
Diese brachte folgendes Endergebnis mit sich:
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Miami Dolphins |
| 2 | Minnesota Vikings |
| 3 | Washington Commanders |
| 4 | Seattle Seahawks |
| 5 | Jacksonville Jaguars |
| 6 | Las Vegas Raiders |
| 7 | Houston Texans |
| 8 | Atlanta Falcons |
| 9 | Detroit Lions |
| 10 | Denver Broncos |
| 11 | New Orleans Saints |
| 12 | Baltimore Ravens |
| 13 | Chicago Bears |
| 14 | San Francisco 49ers |
| 15 | Los Angeles Chargers |
| 16 | Buffalo Bills |
| 17 | Indianapolis Colts |
| 18 | New York Jets |
| 19 | Los Angeles Rams |
| 20 | Philadelphia Eagles |
| 21 | Green Bay Packers |
| 22 | Dallas Cowboys |
| 23 | Carolina Panthers |
| 24 | Tennessee Titans |
| 25 | New York Giants |
| 26 | New England Patriots |
| 27 | Kansas City Chiefs |
| 28 | Cincinnati Bengals |
| 29 | Tampa Bay Buccaneers |
| 30 | Cleveland Browns |
| 31 | Arizona Cardinals |
| 32 | Pittsburgh Steelers |







