Der Auftakt der neuen Formel-1-Saison steht vor der Tür. Welches Team in Melbourne wie stark sein wird, weiß niemand. Auch Ferrari-Teamchef Fred Vasseur nicht, der in diesem Jahr jedoch größere Abstände zwischen den Teams vermutet. Wegweisend für den Rest der Saison sieht er das erste Rennen zudem nicht.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur ist fest davon überzeugt, dass das Ergebnis des ersten Formel-1-Saisonrennens in Melbourne noch keine Aufschlüsse darüber geben wird, wie die Saison im Dezember endet.
"Ich denke, es ist sehr, sehr schwer, ein klares Leistungsbild zu haben", sagte er in einer Medienrunde. Die Leistung von Melbourne, so der Franzose weiter, werde "wahrscheinlich nicht das Bild widerspiegeln, das wir am Ende der Saison sehen".
Formel-1-Saisonauftakt für Vasseur noch kein Gradmesser
Der Grund für seine Einschätzung: "Alle Teams haben heute eine riesige Entwicklungsrate. Es wird mehr auf die Kapazitäten der Teams ankommen, zu entwickeln und neue Teile an die Strecke zu bringen, als auf die Performance in Melbourne. Aber natürlich bevorzuge ich, schon in Melbourne in guter Verfassung zu sein. Insgesamt geht es bisher noch sehr eng zu."
Dass es in dieser Saison so eng wie im vergangenen Jahr zugeht, glaubt der Ferrari-Boss angesichts der Reglement-Revolution aber erstmal nicht.
"Die Lücken werden dieses Jahr wahrscheinlich etwas größer sein", mutmaßte er. Erst im Laufe der Saison werde sich das Feld wieder mehr zusammenschieben. "Selbst, wenn man jetzt mit unterschiedlichem Potenzial und unterschiedlichen Rundenzeiten startet, wird es ziemlich bald zu einer Annäherung kommen", ist Vasseur überzeugt.
Die Test-Resultate aus Bahrain, denen zufolge auch Ferrari vorne mitmischen wird, bewertete Vasseur zudem mit Vorsicht. Man habe keine Ahnung, mit welcher Motoreneinstellung, wie viel Sprit und mit welchen anderen Parametern die anderen Teams unterwegs waren, betonte der Franzose, der wie seine anderen zehn Teamchef-Kollegen bis zum ersten Start des Jahres im Dunkeln stochert.


