Borussia Dortmund ist durch einen Last-Minute-K.o. aus der Champions League ausgeschieden. Doch war der Elfmeter für Atalanta Bergamo in der Nachspielzeit berechtigt? Nein, sagt Ex-Schiedsrichter Urs Meier.
Was war passiert? Im Playoff-Rückspiel zwischen Atalanta und Borussia Dortmund sah es am Mittwochabend beim Stand von 3:1 für Bergamo schon nach Verlängerung aus, der BVB hatte das erste Aufeinandertreffen mit 2:0 gewonnen.
Nach einem Fehlpass von Torwart Gregor Kobel kamen die Italiener in der Nachspielzeit dann aber doch noch einmal gefährlich vor das Dortmunder Tor. Nach einer halbhohen Flanke von der linken Seite setzte BVB-Verteidiger Ramy Bensebaini zur Klärungsaktion an. Der 30-Jährige spielte den Ball, traf seinen Gegenspieler Nikola Krstovic allerdings ebenfalls im Gesicht, der Atalanta-Angreifer blutete.
Schiedsrichter José María Sánchez Martínez ließ zunächst laufen, entschied nach Ansicht der Bilder dann jedoch auf Elfmeter. Lazar Samardzic verwandelte eiskalt. Atalanta bejubelte den Einzug in das Achtelfinale, für den BVB ist die Königsklassen-Saison hingegen beendet.
Ex-Schiedsrichter: "Für mich ist der Kopf zu tief"
Doch war die Elfmeter-Entscheidung berechtigt?
"Für mich ist es eine normale Abwehraktion", kommentierte Ex-Schiedsrichter Urs Meier die Szene bei "ran.de": "Es gibt im Reglement einen Passus von sogenannter Eigengefährdung. Spieler sollen nicht mit dem Kopf zu tief in Aktionen gehen, wo naturgemäß Fußball gespielt wird."
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Der Schweizer argumentierte: "Bensebaini spielt den Ball. Die Frage ist: Wo beginnt das gefährliche Spiel mit dem Bein und wo mit dem Kopf? Er ist auf Gesäßhöhe. Ich sehe eher ein gefährliches Spiel von Krstovic, für mich ist der Kopf zu tief."
Er selbst hätte "live auch weiterlaufen lassen. Auf dieser Höhe spielt man nun einmal den Ball mit dem Fuß. Für mich ist das Eigengefährdung und eine Fehlentscheidung", so der Eidgenosse weiter.
Meiers Meinung: "Meiner Ansicht nach ist es eher ein indirekter Freistoß für Borussia Dortmund, da das gefährliche Spiel eher mit dem Kopf stattfindet."

































