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Lions in München, International Franchise und Co.

NFL-Commissioner steht St. Brown Rede und Antwort

Amon-Ra St. Brown freut sich auf das Spiel der Lions in Deutschland
Amon-Ra St. Brown freut sich auf das Spiel der Lions in Deutschland
Foto: © IMAGO/AMG
26. Februar 2026, 13:11
sport.de
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Amon-Ra St. Brown und die Detroit Lions kommen nach Deutschland! Vor wenigen Tagen gab die NFL bekannt, dass die Lions in der Saison 2026 in München spielen werden. Eine freudige Nachricht für den Deutsch-Amerikaner, den zur Feier des Tages auch noch Commissioner Roger Goodell in seinem Podcast besucht hat.

Gemeinsam mit Bruder Equanimeous sprach Amon-Ra im gemeinsamen "The St. Brown Podcast" mit dem Liga-Boss über die Entscheidung, die Lions in Deutschland antreten zu lassen, aber auch über das globale Wachstum der NFL im Allgemeinen.

"Dass wir global weiter wachsen, ist gut für das Spiel. Wir alle wollen das Spiel mit so vielen Menschen wie möglich auf der Welt teilen. Ich war in dieser Saison bei fünf internationalen Spielen und wenn ich mit den Spielern gesprochen habe, waren die Rückmeldungen fast immer positiv. Die Spieler verstehen mehr und mehr, was es bedeutet, ein Botschafter für den Sport zu sein", erklärte Goodell den positiven Trend rund um die International Games.

Goodell sprach darüber, wie sich das Ansehen der International Games mit der Zeit geändert hat. "Zu Beginn dachten alle, wir würden ihnen ein Spiel in den Staaten wegnehmen. Mittlerweile ist es eine Sache des Stolzes, seine Gemeinschaft auch in anderen Ländern zu zeigen. Football bringt Leute zusammen und das jetzt auch auf anderen Kontinenten", beschrieb der Liga-Boss den Wandel.

"Diese Chance, die Zukunft der Liga zu verändern und sie zu einer globalen Liga zu machen", sagte Goodell über Teams, die vor einem neuen Publikum spielen, "finde ich cool".

Video: Amon-Ra St. Brown kommt nach München

St. Browns mit hohem Stellenwert für Wachstum in Deutschland

Als positives Beispiel hob Goodell auch Amon-Ra St. Brown und seine Familie hervor, die ihm zufolge einen nicht unwesentlichen Teil dazu beigetragen haben, dass Football in Deutschland schnell gewachsen ist. 

Diese Tatsache war einer der Gründe, wieso am Ende die Lions ausgewählt wurden, das Heimteam für München zu sein. Hinzu kommen natürlich Faktoren wie der Spielplan (die NFC-Teams haben in dieser Saison ein Heimspiel mehr) und die allgemeine Rotation bei International Games - die Lions spielten zuletzt 2015 in einem International Game.

Die Vorfreude bei Amon-Ra St. Brown war dabei sichtbar. Der Wide Receiver erinnerte sich mit seinem Bruder daran, dass sie als Kinder bei Besuchen in Deutschland nur Fußball gespielt haben. 

"Wenn wir jetzt nach Deutschland fahren, gibt es Trikots in den Geschäften", sagte Amon-Ra. "Die Kinder verstehen den Sport. Wir haben unsere Camps, und sie fragen mich: 'Wie laufe ich eine Post Route? Soll ich eine Slant Route laufen?' Ich denke mir dann: 'Wenn ich einem Kind vor 10 oder 15 Jahren erklärt hätte, was eine Slant Route ist, hätte es keine Ahnung gehabt, was das ist'", erklärte St. Brown.

Sowohl die St.-Brown-Brüder als auch Goodell schwärmten von den deutschen Fans, die es laut Amon-Ra vermutlich vom Fußball her einfach gewohnt sind, dauerhaft Stimmung zu machen und zu singen, während der US-Football-Fan vor allem bei Big Plays, Touchdowns und Interceptions laut werden würde.

Im Zuge dessen schwelgte Goodell noch einmal in Erinnerungen an das erste Munich Game, als die Interpretation von "Sweet Caroline" die gesamte NFL verzückte. Inklusive Tom Brady, der seinerzeit von einem der speziellsten Momente seiner Karriere sprach.

NFL: Kommt eine internationale Franchise?

Das Ende der Fahnenstange in Sachen Globalisierung wäre natürlich eine Franchise außerhalb der USA. Hierzu legte Goodell die vielen unterschiedlichen Hürden offen. Neben den offensichtlichen, logistischen Hürden gibt es dabei jede Menge zu beachten. Es müssen Einrichtungen und ein Stadion verfügbar sein, zudem herrschen viele politische, kommerzielle und rechtliche Herausforderungen.

Dennoch legt sich Goodell fest: "Es gibt dabei zwar viele Dinge zu berücksichtigen. Aber glaube ich, dass eine Franchise international erfolgreich sein könnte? Auf jeden Fall."

Derzeit kämen für Expansionsteams außerhalb der Vereinigten Staaten Toronto (oder eine andere große kanadische Stadt), Mexiko-Stadt, London und Deutschland in Frage, aber Goodell äußerte sich dazu nicht verbindlich.

Was zukünftige internationale Spiele angeht, sagte Goodell, er wolle, dass die Liga stärker in Asien präsent sei, und verwies dabei auf die Ende des 20. Jahrhunderts in Tokio ausgetragenen Freundschaftsspiele, die gut angenommen wurden. Die NFL nähert sich diesem Gebiet, während sie sich auf ein Spiel in Australien im Herbst dieses Jahres vorbereitet.

Das Spiel in Melbourne soll im Melbourne Cricket Ground ausgetragen werden, der Platz für etwas mehr als 100.000 Zuschauer bietet. Goodell werde den Ort im März im Vorfeld besuchen, sagte er. "Wir können es kaum erwarten", sagte Goodell.

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Mo, 09.02.
Beendet
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