Tatenlos musste Nico Schlotterbeck von der Ersatzbank aus zusehen, wie seine Mannschaftskollegen von Borussia Dortmund am Mittwochabend bei Atalanta Bergamo die Champions League verspielten. Vor dem entscheidenden Strafstoß zum 1:4 aus BVB-Sicht hatte sich der angeschlagene Innenverteidiger derart heftig echauffiert, dass er von Schiedsrichter Jose Sanchez Martinez die Rote Karte sah (90+7.). Schlotterbeck konnte diese Entscheidung ebenso wenig fassen wie das wenig später feststehende Aus in der Königsklasse.
Noch in der Nacht zu Donnerstag meldete sich der Nationalspieler via Instagram zu Wort und erklärte, dass er seine Rote Karte tief in der Nachspielzeit noch immer nicht nachvollziehen könne.
"Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich ebenfalls aufgestanden und habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Das war alles. Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeiten oder sonst irgendwas", schrieb der 26-Jährige, der aufgrund seiner muskulären Probleme in Bergamo nicht eingesetzt wurde.
Wie Schlotterbeck weiter ausführte, konnte ihm der spanische Referee "selbst nach der Partie" keine Gründe nennen können, warum er dafür die Rote Karte sah. "Das wollte ich einfach zur Klarstellung sagen", meinte der eigentliche BVB-Stammspieler abschließend zu der Angelegenheit.
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Schlotterbeck nach BVB-Aus "extrem niedergeschlagen"
Grundsätzlich sei er über das Aus in den Playoffs der Champions League "extrem niedergeschlagen". Schlotterbeck war am Mittwochabend noch nicht wieder einsatzbereit, wurde in der Dortmunder Innenverteidigung von Ramy Bensebaini vertreten. Dieser leistete sich gleich mehrere grobe individuelle Fehler, sah bei gleich drei Gegentoren überaus unglücklich für seine Farben aus.
Nach Abpfiff rätselte derweil auch BVB-Cheftrainer Niko Kovac über die Rote Karte gegen Nico Schlotterbeck: "Für mich war das gar nichts", sagte er. Schlotterbeck habe jedoch den Dortmunder Bereich verlassen, das könne man ihm "vielleicht vorwerfen", denn "als Trainer darfst du nicht in der Coaching-Zone des Gegners sein. Wahrscheinlich war das der Grund."





























