Nach wenigen Monaten im Amt trennte sich der FC Augsburg Ende 2025 vom zuvor hoch gehandelten Trainer Sandro Wagner und musste diesem dem Vernehmen nach auch noch eine Millionen-Abfindung zahlen - ein Umstand, der beim Augsburger Ex-Coach Markus Weinzierl auf Unverständnis stößt.
"Sandro Wagner wurde mit großen Zielen und Tönen verpflichtet. Ihn dann im November mit einer üppigen Abfindung, es waren ja drei Millionen Euro im Gespräch, wieder zu entlassen, halte ich für einen Verein wie den FC Augsburg für sehr schwierig", sagte Weinzierl der "Augsburger Allgemeinen".
Insgesamt stand Wagner beim FCA nur 14 Pflichtspiele in der Verantwortung. Drei Siege, acht Niederlagen und ein Remis lautete seine überschaubare Bilanz.
Vor dem Experiment mit Wagner, für den der FC Augsburg die erste Trainerstation in der Bundesliga war, saß bei den Fuggerstädtern immerhin rund eineinhalb Jahre der Däne Jess Thorup auf der Bank.
Auch diese Trennung sieht Weinzierl kritisch, bezeichnete sie in dem Interview als "sportlich und menschlich nicht nachvollziehbar". Er verwies darauf, dass die Augsburger die Saison 2024/2025 als Tabellenzwölfter abgeschlossen hatten. Aktuell ist der FCA unter Wagners Nachfolger Baum Zehnter.
FC Augsburg: Markus Weinzierl "wollte und konnte nicht mehr"
Weinzierl selbst fungierte in seiner Trainerkarriere sogar zweimal als Übungsleiter der Augsburger: Zwischen 2012 und 2016, bevor es ihn zum FC Schalke 04 zog, und noch einmal von April 2021 bis Juni 2022.
Die zweite Amtszeit des 51-Jährigen bei den Schwaben wurde aber von einem äußerst geräuschvollen Abgang überschattet, den er damals selbst vor laufenden TV-Kameras bekanntgab.
"Es ist viel passiert, aber darüber will ich nicht mehr sprechen", betonte Weinzierl. "Ich habe dem FCA, Klaus Hofmann, Walther Seinsch, Peter Bircks und Stefan Reuter unheimlich viel zu verdanken. Zum Schluss wollte und konnte ich nicht mehr. Deshalb auch dieser emotionale Abgang."































