Die Denver Broncos verpassten durch die Niederlage im AFC Championship Game den Einzug in den Super Bowl. Dass das NFL-Team überhaupt so weit kam, lag vor allem an der starken Defensive. Dieses Ungleichgewicht soll sich nun anpassen - mit Hilfe einer überraschenden Entscheidung.
Head Coach Sean Payton gab nämlich am Dienstag bekannt, dass er in der kommenden Spielzeit das offensive Playcalling abgeben wird. Von nun an wird Offensive Coordinator Davis Webb während der Spiele die Fäden im Angriff in der Hand halten.
Es ist ein Neuanfang auf ganzer Linie, denn Webb ist erst seit wenigen Wochen im Amt. Er ersetzt den gefeuerten Joe Lombardi auf dem Posten als Offensive Coordinator. Zuvor hatte Webb als Quarterbacks Coach gearbeitet.
Die Entscheidung von Payton ist deshalb so überraschend, weil er in seiner Zeit als Head Coach in der NFL - mit Unterbrechungen seit 2006 - stets selbst der Playcaller in der Offensive war.
"Das war mir im Laufe des Jahres irgendwie klar geworden", kommentierte Payton seine Entscheidung. "Webb ist extrem talentiert. Ich glaube, er wird das wirklich gut machen. Ich weiß, das klingt wie: 'Mann, gibst du die Spielgestaltung auf?' Aber ich würde das nur tun, wenn ich das Gefühl hätte, dass es unserem Team hilft. Ich werde weiterhin involviert sein", erklärte Payton.
NFL: Broncos-Offensive nur Durchschnitt
Während die Denver Broncos in der vergangenen Spielzeit auf der defensiven Seite des Balles in mehreren Kategorien (u.a. meiste Sacks, Yards per Play) die beste Unit stellten, war die Offensive lediglich durchschnittlich.
So waren die Broncos auf Platz 14 in Sachen Scoring (23,6 Punkte pro Spiel), Platz 10 in EPA und sogar nur 29. in Sachen Three and Outs (bei 25 Prozent der Drives).
Nun soll mit neuem Schwung und neuem Playcaller die Offensive besser klicken, um die starke Defense weiter zu entlasten.





