Beim FC Schalke 04 läuft sportlich vieles rund, die Tabellenführung in der 2. Bundesliga ist seit dem vorletzten Spieltag wieder zurück. Doch ausgerechnet der Vollblut-Schalker Timo Becker sucht zuletzt offenkundig nach seiner Form, sorgte für kritische Stimmen in Bezug auf seine Leistungen.
Während die Königsblauen elf Spieltage vor Schluss von der Spitze der zweiten Liga grüßen, offenbarte ihr Defensivmann Timo Becker einige Schwächen. Insgesamt ließ die Schalker Abwehr zuletzt zu viel zu, kassierte beim spektakulären 5:3-Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg zum ersten Mal in dieser Saison drei Gegentore.
Insgesamt kassierte der FC Schalke zehn Gegentore in den vergangenen fünf Spielen und damit genauso viele wie in den 18 Partien zuvor. "Wir müssen galliger werden. Aber ich weiß nicht, ob das eine Schwachstelle ist", wurde Timo Becker dazu in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zitiert.
Der 28-Jährige wurde dabei zuletzt mehrere Male selbst zum Unsicherheitsfaktor, wirkte in Sachen Stellungsspiel und Zweikampfverhalten nicht immer voll auf der Höhe. Becker selbst zeigte sich darauf angesprochen selbstkritisch. Der gelernte Innenverteidiger hilft derzeit rechts aus und arbeitet nach dreimonatiger Kniepause noch an seiner besten Verfassung.
"Ich weiß genau, dass ich Gas geben muss, um zu alter Stärke zurückzufinden. Ich werde immer fitter. Ich lasse mich aber nicht davon leiten, wenn Fans oder Medien sagen, dass ich persönlich nicht gut genug bin. Wir sollen nach vorn verteidigen und ziehen das knallhart durch. Dadurch sieht es oft so aus, dass vielleicht meine Seite offen ist", führte der gebürtige Hertener, der seit Kindesbeinen an großer Schalke-Fan ist, weiter aus.
Becker will "etwas in der Hand haben"
Als weiteren Grund nannte er auch die Umstellung im Winter von der Dreier- auf die Viererkette. Eingewöhnung brauche seine Zeit, erklärte Becker gegenüber der "WAZ".
Dennoch betonte er auch: "Ich sehe nicht so viele Fehler, die wir mit Dreierkette nicht auch gemacht hätten." Zudem profitierte das Team in der Hinrunde mehrfach von starken Paraden von Keeper Loris Karius: "Er hat einige Dinger pariert, wenn Spieler im Eins-gegen-eins auf ihn zugelaufen sind."
Die lang ersehnte Rückkehr in die Bundesliga stehe rund um den Verein über allem, wie Becker selbst weiß: "Natürlich geben wir alles dafür, dass nach den elf Spieltagen etwas da ist, was wir in der Hand haben."
Doch zuvor wartet am Samstag das Duell Letzter gegen Erster bei der SpVgg Greuther Fürth. Für Becker ist die Marschroute dabei klar: "Für uns gibt es nur noch 110-Prozent-Spiele."




























