Die Zukunft von Edge Rusher Trey Hendrickson liegt in der NFL vermutlich nicht bei den Cincinnati Bengals. Deren oberster Football-Funktionär erklärte nun, wie kompliziert diese Personalie ist.
Hendrickson (31) wird in diesem Jahr Free Agent und die Bengals scheinen sich damit mehr oder weniger abgefunden zu haben. Duke Tobin, der Director of Player Personnel der Bengals, sprach darüber mit Reportern am Rande der Scouting Combine in Indianapolis/Indiana und suggerierte, dass ein Trade des Verteidigers eine zu große Herausforderung wäre.
Um einen solchen überhaupt zu bewerkstelligen, müssten die Bengals Hendrickson nämlich zunächst mal mit dem Franchise Tag belegen, der sie rund 30,2 Millionen Dollar kosten würde, da für ihn aufgrund seiner Cap Number von 2025 (25.166.668 Dollar) die 120-Prozent-Regel gelten würde, da dieser Betrag höher wäre als die die rund 27,3 Millionen Dollar, die in diesem Jahr für den Franchise Tag für Defensive Ends anstehen.
Die Bengals stehen derzeit bei einem Cap Space von rund 53 Millionen Dollar, sie müssten also zunächst mal mehr als die Hälfte davon für dieses Unterfangen opfern. Und dann wäre der nächste Schritt, einen Tradepartner zu finden, der dann auch noch bereit wäre, Hendrickson einen mutmaßlich lukrativen Vertrag zu geben, zusätzlich zur Kompensation für die Bengals in Form von Draftpicks.
Tobin schließt nichts aus
"Alle Trades sind schwierig", sagte Tobin am Dienstag. "Man muss einen Partner finden und man braucht eine gewisse Kooperation seitens der Spieler, über die man in diesem Zusammenhang spricht. Trades können kompliziert sein, und dieses hypothetische Szenario wäre extrem kompliziert." Hendrickson müsste darüber hinaus auch zustimmen, denn er könnte in dem Szenario nur getradet werden, wenn er den Franchise Tender auch unterschreibt, ansonsten bräuchte er nicht mal zum Training erscheinen.
"Ich schließe bei Trey nichts aus und lege mich auch nicht fest, und wir freuen uns darauf, diese Offseason offensiv anzugehen", sagte Tobin. "Wir haben die Ressourcen, um in der Offseason massiv anzugreifen, und genau das wollen wir tun."
Hendrickson spielt seit 2021 für die Bengals und führte die Liga 2024 mit 17,5 Sacks an und wurde in seinen ersten vier Jahren in Cincy jeweils in den Pro Bowl gewählt, zudem stand er 2024 erstmals im All-Pro First Team. Anschließend scheiterten Gespräche über eine langfristige Vertragsverlängerung und man einigte sich letztlich notgedrungen auf einen Deal, der Hendrickson in seinem letzten Vertragsjahr 29 Millionen Dollar einbrachte. Er machte dann allerdings verletzungsbedingt nur sieben Spiele.






