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"Mein Kopf spielte verrückt ..."

Olympiasieger Raimund gibt emotionale Einblicke

Olympiasieger im Skispringen: Philipp Raimund
Olympiasieger im Skispringen: Philipp Raimund
Foto: © IMAGO/HMB Media/Marc Niemeyer
25. Februar 2026, 07:23
sport.de
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Philipp Raimund sorgte bei den Olympischen Winterspielen im Skispringen für eine dicke Überraschung. Der DSV-Adler hat nun emotionale Einblicke in seinen Gold-Coup gegeben.

Mit Sprüngen auf 102 und 106,5 Meter krönte sich Raimund im italienischen Predazzo zum Olympiasieger von der Normalschanze.

"Mein Sprung war gut", kommentierte der 25-Jährige seine Skisprung-Überraschung in der "Sport Bild": "Ich wusste, das muss für eine Medaille reichen. Doch wird es wirklich Gold? Die grüne Linie hatte ich zwar übersprungen, aber manchmal wechseln die Windpunkte noch während man in der Luft ist. Ich starrte also auf den Bildschirm und sah die Wiederholung meines Sprungs. 45 lange Sekunden – die sich wie eine Ewigkeit anfühlten. Als dann die gelbe Eins vor meinem Namen aufleuchtete, musste ich einfach schreien."

Raimund hatte im Skispringen zuvor noch keinen Sieg auf Weltcup-Level geschafft. Ausgerechnet bei Olympia platzte der Knoten.

Surreales Gefühl für Skisprung-Olympiasieger

"Nach meiner bisher besten Saison hatte ich ehrlich gesagt auf eine Medaille gehofft", verriet Raimund und führte aus: "Gold aber dann wirklich um den Hals zu haben war irgendwie surreal. Begreifen, dass dieses 500 Gramm schwere Ding wirklich echt ist, dauerte auch einige Stunden – und das, obwohl ich die Medaille den ganzen Abend in meiner Hand hielt."

Er habe seine Goldmedaille noch "lange angeschaut – denn wirklich zur Ruhe kam ich im Bett nicht. Mein Kopf spielte verrückt, und als die Anspannung ging, tat der Körper nur noch weh. Am Morgen danach hatte ich keine sieben Stunden geschlafen", so Raimund weiter.

Für den Olympiasieger von der Normalschanze ist die Saison im Skispringen noch nicht beendet. Der Weltcup geht ab Samstag am Kulm in Österreich weiter. Raimund rangiert als bester DSV-Adler im Gesamtklassement aktuell auf dem sechsten Platz.

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