Bei Aston Martin hängen die Flaggen schon vor dem Formel-1-Saisonstart auf Halbmast. Die Testfahrten verliefen dermaßen desaströs, dass manch einer schon jetzt von einer verlorenen Saison spricht. Einer lässt sich von dem Chaos aber nicht aus der Ruhe bringen: Adrian Newey.
Adrian Newey hat im Laufe seiner Formel-1-Karriere schon so ziemlich alles erlebt. Was Aston Martin bei den Testfahrten in Bahrain zeigte, dürfte aber auch den erfolgreichsten Ingenieur der Königsklassen-Geschichte überrascht haben. Dass ausgerechnet das von ihm geführte Team und von ihm gebaute Auto das mit Abstand schwächste im Feld ist, hatte in diesem Ausmaß niemand auf der Rechnung.
Newey selbst bleibt aber trotzdem cool - und wie. Aston-Martin-Botschafter Pedro de la Rosa verriet dem renommierten Formel-1-Journalisten Tom Clarkson, was sich hinter den Kulissen abspielte und wie der Teamchef seiner Crew mit einer simplen, aber deutlichen Ansage die Sorgen nahm.
Newey hat "die totale Kontrolle übernommen"
"Ich habe mit Pedro de la Rosa gesprochen und er hat mir gesagt, dass es genau diese Momente sind, in denen man sich auf die Erfahrung von Adrian Newey verlassen kann, denn lasst uns nicht vergessen: Er weiß eine ganze Menge über Power Units und Chassis", berichtete Clarkson im "F1 Nation"-Podcast von seiner Unterhaltung mit de la Rosa.
Clarkson weiter: "Also, während die Schlagzeilen wirklich schlecht aussehen, kam er [Newey] in ein Ingenieurs-Briefing und hat gesagt: 'Ok, macht mit dem Chassis das und Honda, macht mit der Power Unit das!' Er hat laut Pedro die totale Kontrolle übernommen."
Was allerdings auch Newey schon intern zugeben musste: Um alle Probleme von Aston Martin zu fixen, braucht es etwas Zeit. Beim Saisonauftakt in Australien wird man noch nicht so weit sein. Laut japanischen Medien hat Honda dem Team aber immerhin schon zugesagt, die größten Baustellen bis zum zweiten Saisonrennen in China beheben zu können.


