Real Madrid will das brisante Wiedersehen mit Benfica Lissabon nutzen, um eine sportliche Antwort auf den Rassismus-Eklat aus dem Hinspiel zu geben.
"Das ist ein großartiger Moment, um diesen Dingen ein Ende zu setzen", sagte Torhüter Thibaut Courtois vor dem Champions-League-Duell am Mittwochabend (21 Uhr/DAZN). Lissabons Gianluca Prestianni soll Real-Star Vinicius Junior nach dessen Traumtor im Hinspiel (0:1) und anschließendem Jubel rassistisch beleidigt haben.
"Es ist schon oft passiert im Fußball, nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen. Damit muss jetzt Schluss sein", sagte Courtois. "Die UEFA hat die Möglichkeit, mehr zu tun, als es nur bei einem Slogan und einem Banner vor den Spielen zu belassen. Wir hoffen, dass diese Chance genutzt wird", sagte Trainer Álvaro Arbeloa.
Am Montag verhängte die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Europäischen Fußball-Union gegen Prestianni eine "vorläufige" Sperre für das Rückspiel in den Play-offs. Grundlage dafür ist laut UEFA ein "Zwischenbericht". Welche Strafe Prestianni über das vorläufige Urteil hinaus drohen könnte, ist unklar.
Gleichzeitig versuchte Arbeloa, den Fokus aufs Sportliche zu legen. In der Kabine sei nicht mehr über den Vorfall gesprochen worden, sagte er: "Jeder ist darauf fokussiert, eine großartige Leistung zu zeigen. Das wollen wir morgen sehen. Der Rest ist nicht unsere Angelegenheit, denn dafür haben wir keinen Einfluss."
Vinicius ein "entschlossener Kämpfer"
Vinicius gehe es derweil "sehr gut", sagte Arbeloa: "Er war immer tapfer. Er wird es immer sein, denn er ist ein Kämpfer, der entschlossen ist, immer wieder zu beweisen, dass er einer der Besten der Welt ist."
Prestianni, gegen dessen Sperre Benfica Berufung eingelegt hatte, reiste derweil am Dienstagvormittag gemeinsam mit dem portugiesischen Team nach Madrid.































