Überflieger Lennart Karl vom FC Bayern fällt es nicht immer leicht, sich vom wachsenden öffentlichen Druck freizumachen.
"Ab und zu ist es schon schwierig, das muss ich sagen", schilderte der 18-Jährige im "kicker". "Von außen prasselt viel auf einen ein, von den Medien, über die sozialen Netzwerke. Das muss man einfach ausblenden, aber das geht nicht immer. Auf dem Platz zählt ja nicht, wie alt ich bin, sondern dass ich meine Leistung zeige. Deswegen einfach immer alles geben und sich auf das konzentrieren, was auf dem Platz passiert."
Karl gehört seit dem vergangenen Sommer fest zum Profi-Kader des deutschen Rekordmeisters - und unter Trainer Vincent Kompany inzwischen zum erweiterten Stammpersonal - ein Umstand, der den öffentlichen Fokus naturgemäß auf den Youngster lenkt.
Zuletzt hatte Karl erstmals in den zurückliegenden Monaten mit einer kleinen Formdelle zu kämpfen. Wie geht er damit um? "Die Kunst ist, das Drumherum nicht an mich heranzulassen", betonte der Offensivakteur. "Aber natürlich bekommt man mit, was über einen berichtet wird, und ich bin ja auch auf Insta, wobei ich zuletzt kaum noch etwas gepostet habe. In meinem Alter kann ich nicht in jedem Spiel bei 100 Prozent sein, das ist völlig normal, denke ich."
FC Bayern: WM-Nominierung? Das sagt Lennart Karl
Durchaus normal ist es für Profi-Fußballer auch, ihr Verhalten vor Kameras und Mikrofonen anzupassen. Auch Karl durchläuft in dieser Hinsicht gerade einen Lernprozess. "Ich bin eigentlich jemand, der sagt, was er denkt, aber ich muss mir bewusst sein, dass in der Öffentlichkeit darauf geschaut wird, wie ich mich ausdrücke", sagte er.
Noch größer dürfte das öffentliche Interesse werden, sollte auf Karls beeindruckenden Aufstieg beim FC Bayern auch eine Nominierung für die WM in Kanada, den USA und Mexiko folgen.
Ein akutes Thema ist das für ihn nach eigenen Angaben derzeit nicht, so Karl, Kontakt mit Bundestrainer Julian Nagelsmann gebe es noch nicht. Für ihn zähle "einzig, bei Bayern alles zu geben – nur dann kann ich auf eine Nominierung hoffen", sagte er. "Wer nicht auf so etwas hofft, hat im Fußball nichts verloren."






























